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Britische Botschafterin will Deal mit USA: Russland und China sollen keine Corona-Gewinner sein

Für die britische Botschafterin in den USA Karen Pierce dürfen China und Russland nicht als Gewinner aus der Corona-Krise hervorgehen. Speziell in Sachen China setze ihr Land auf einen Deal mit den USA. Der Vorstoß der Botschafterin erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt.
Britische Botschafterin will Deal mit USA: Russland und China sollen keine Corona-Gewinner seinQuelle: www.globallookpress.com © Sascha Steinach / www.imago-images.de

Die britische Botschafterin in den USA Karen Pierce hat davor gewarnt, dass China und Russland als Gewinner aus der Corona-Krise hervorgehen könnten. Dies dürfe nicht geschehen, so die Botschafterin in einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender Bloomberg. Stattdessen müssten Großbritannien und die USA eng zusammenarbeiten, um der "strategischen Herausforderung durch China und Russland" zu begegnen. Insbesondere von China drohe Gefahr, da das Land womöglich die Regeln für zukünftige technologische Entwicklungen in Bereichen wie der künstlichen Intelligenz festlegen könnte. Pierce führte aus:

"Wir wollen nicht eines Tages aufwachen und feststellen, dass es chinesische Standards für Dinge wie KI und Cyber gibt. (…) Wir müssen das wieder in den Griff bekommen, damit es offene Gesellschaften sind, die gedeihen und sich von der COVID-19-Pandemie erholen werden."

Pierce' Äußerungen erfolgen zu einem heiklen Zeitpunkt. Mainstream-Medien gehen derzeit in bekannter Einhelligkeit davon aus, dass in den USA am 20. Januar ein Regierungswechsel stattfinden werde. Der amtierende US-Präsident Donald Trump spricht jedoch weiterhin von Wahlfälschung in großem Stil und zeigt bislang keinerlei Anzeichen, dass Weiße Haus zu verlassen. Tatsächlich sind zahlreiche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit den Wahlen dokumentiert, die diese Anschuldigungen nicht ganz substanzlos erscheinen lassen.

Inhaltlich dürften die Anregungen der britischen Botschafterin mit dem amtierenden US-Präsidenten eigentlich eher umzusetzen sein. Dessen Verhältnis zum britischen Premier Boris Johnson gilt als gut. Hingegen haben sich Johnson und der mögliche künftige US-Präsident Joe Biden noch nie persönlich getroffen. Zudem gilt Biden im Gegensatz zu Trump als Gegner des Brexit – also genau der Politik, die die politische Karriere von Johnson bisher bestimmte. Pierce zeigte sich – offenbar in dem Glauben, man werde es in den nächsten Jahren mit Biden zu tun bekommen – aber dennoch optimistisch und sprach von einem gemeinsamen "Deal", der gemacht werden könne:

"Wir würden uns freuen, mit der Biden-Regierung zusammenzuarbeiten, wenn bestimmte Aspekte zum Tragen kämen. Einige haben die Arbeits-, andere die Klimapolitik erwähnt, die sie gerne einbezogen sehen würden."

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