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Bergkarabach-Konflikt: Kim Kardashian mobilisiert armenische Diaspora

Kim Kardashian mobilisiert die armenische Diaspora in den USA für die Unterstützung Armeniens und der Bergkarabach-Region. Tausende armenisch-amerikanische US-Bürger demonstrieren daraufhin in Los Angeles mit der armenischen Flagge und protestieren vor der türkischen Botschaft.
Bergkarabach-Konflikt: Kim Kardashian mobilisiert armenische DiasporaQuelle: AFP © Karen Minasyan

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach hat auch die große armenische Diaspora in Los Angeles in Kalifornien alarmiert. Ein weltweit bekannter Name, die Realityshow-Ikone und Unternehmerin für Mode und Kosmetik mit armenischen Wurzeln, Kim Kardashian, machte den Auftakt für die Mobilisierung mit ihrem Spendenaufruf an alle US-amerikanischen Armenier und eröffnete die Hilfskampagne mit einer Million US-Dollar an den pan-armenischen Hayastan All-Armenian Fund. Damit soll humanitäre Hilfe wie Nahrung, Obdach und Medizin gewährleistet werden.

Meine Gedanken und Gebete sind bei den mutigen Männern, Frauen und Kindern. Ich will, dass sich alle trotz der Entfernung, die uns trennt, daran erinnern; wir sind nicht durch Grenzen getrennt und wir sind gemeinsam eine globale armenische Nation", sagte Kardashian in einer Videobotschaft zu ihren Followern auf Twitter und Instagram.

Auch ihre berühmten Schwestern, Khloé und Kourtney Kardashian, riefen auf Instagram zur Unterstützung des Anliegens auf.

In den USA leben circa 800.000 Menschen armenischer Abstammung. In Südkalifornien lebt die größte armenische Gemeinde der USA.

Am Sonntag liefen Tausende Protestierende mit der Fahne Armeniens durch die Straßen von Los Angeles. Mindestens 20.000 Menschen sollen sich vor dem türkischen Konsulat in Beverly Hills versammelt haben, um die Unterstützung der Türkei für Aserbaidschan zu verurteilen.

Auch der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, sandte einen Unterstützungs-Tweet für die Protestierenden und hängte diesem noch einen offenen Brief an den US-Außenminister Mike Pompeo an. Darin drängten mehrere Bürgermeister und Kongressabgeordnete die US-Führung zur Hilfeleistung bei der Deeskalation des Bergkarabach-Konflikts.

Als stolze Repräsentanten der armenisch-amerikanischen Gemeinde in unserem Land teilen wir deren tiefe Besorgtheit über die Gewalt, die Artsakh (Bergkarabach, die Red.) zugefügt wird, über die steigende Zahl der zivilen Opfer und die Einmischung regionaler Akteure wie die Türkei und der Iran", heißt es im Brief.

Außerdem baten sie Pompeo, dafür zu sorgen, dass Armenien und Aserbaidschan wieder an den Verhandlungstisch geführt werden, während die Türkei dazu bewegt werden solle, sich vom Konflikt zu lösen.

Gibt es denn keine Grenzen für politischen Eigennutz? Keine roten Linien? Soll es in der Politik immer nur um Geld für Kampagnen und Stimmen gehen?

Der ein Jahrhundert alte Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan war am 27. September dieses Jahres eskaliert. Hunderte von Soldaten und Zivilisten starben. Durch russische Vermittlung trat am 10.10. eine Feuerpause in Kraft. Sie soll den Austausch von Gefangenen und die Übergabe von Toten ermöglichen. Trotz Waffenruhe werden jedoch vereinzelte Gefechte gemeldet.

Mehr zum Thema - Hat Russland die Türkei "ausgebootet"? Lawrow spricht mit Çavuşoğlu über Regulierung in Bergkarabach

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