International

Libyen: Russland und Türkei wollen gemeinsam auf einen Waffenstillstand drängen

Moskau und Ankara wollen zur Erreichung eines Waffenstillstandes in Libyen weiterhin eng zusammenarbeiten und möglicherweise eine gemeinsame Arbeitsgruppe einsetzen. Außerdem soll die Förderung des politischen Dialogs in Libyen vorangetrieben werden.
Libyen: Russland und Türkei wollen gemeinsam auf einen Waffenstillstand drängenQuelle: Reuters © AYMAN AL-SAHILI

Man habe sich darauf geeinigt, die gemeinsamen Bemühungen zur Schaffung von Voraussetzungen für einen dauerhaften und nachhaltigen Waffenstillstand in Libyen fortzusetzen. Das teilten beide Seiten in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch nach Gesprächen in Ankara mit. Russland und die Türkei erwägen auch die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Lage in Libyen, berichtete die Nachrichtenagentur TASS.

In der Erklärung hieß es außerdem, dass die Türkei und Russland sich in Gesprächen hochrangiger Diplomaten darauf geeinigt hätten, die Förderung des innerlibyschen politischen Dialogs zu erleichtern. Sie forderten die Konfliktparteien auf, Maßnahmen zu ergreifen, die einen sicheren Zugang für humanitäre Hilfe und die Lieferung von Soforthilfe an die Bedürftigen gewährleisten.

Die Streitkräfte des libyschen Kommandanten Chalifa Haftar kämpfen gegen die Milizen der international anerkannten sogenannten libyschen Einheitsregierung, die von der Türkei unterstützt wird.

Zu den wichtigsten Unterstützern Haftars zählt Ägypten. Dort hatte das Parlament am Montag den Weg freigemacht für einen Militäreinsatz im Nachbarland. In der abschließenden Erklärung hieß es, dass die ägyptische Armee die nationale Sicherheit an der "strategischen westlichen Front gegen die Arbeit von bewaffneten kriminellen Milizen und ausländischen terroristischen Elementen" verteidigen würde. Libyen wurde zwar nicht explizit erwähnt, aber mit "strategischer westlicher Front" ist der Bezug auf den Nachbarn offensichtlich. 

Mehr zum Thema - Militäreinsatz in Libyen: Ägyptisches Parlament gibt grünes Licht

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