Deutschland

Zurückkehrende mutmaßliche IS-Anhänger bleiben in Deutschland vorerst auf freiem Fuß

Zehn Menschen sollen diese Woche aus der Türkei nach Deutschland gebracht werden. Die mutmaßlichen IS-Anhänger werden aber vorerst auf freiem Fuß bleiben. Laut einem Medienbericht liegen keine Haftbefehle vor. Unter den Rückkehrern ist eine siebenköpfige Familie.
Zurückkehrende mutmaßliche IS-Anhänger bleiben in Deutschland vorerst auf freiem FußQuelle: AFP

Bereits am Donnerstag will die Türkei eine siebenköpfige Familie aus Niedersachsen nach Deutschland abschieben. Sie wurde zuletzt dem salafistischen Milieu in Hildesheim zugerechnet. Es sei noch völlig unklar, ob diese Familie tatsächlich zurück nach Niedersachsen kommen werde, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Hannover. Die Familie habe hier keinerlei Wohnsitz mehr.

Wir gehen davon aus, dass sich die Bundesbehörden um diese Personen kümmern", sagte der Ministeriumssprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Eltern und Kinder der Familie im Irak geboren 

Die Familie des Deutsch-Irakers Kanan B. war nach Angaben der Bundesregierung Ende Januar in die Türkei eingereist und zwei Monate später in Abschiebehaft genommen worden. Ankara vermutet, dass der Mann mit seiner Familie von der Türkei aus nach Syrien reisen wollte. Über einen möglichen Aufenthalt der Familie im IS-Gebiet ist demnach jedoch nichts bekannt. Die Eltern sowie die bereits erwachsenen Kinder sind im Irak geboren.

Am Freitag will die Türkei nach Angaben der Bundesregierung dann zwei Frauen nach Deutschland abschieben. Sie sollen in einem syrischen Gefangenenlager für IS-Anhänger gesessen haben, von dort geflohen und dann von türkischen Soldaten festgenommen worden sein, wie es in einem Bericht des Spiegel heißt. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland werden jedoch beide IS-Anhängerinnen auf freiem Fuß bleiben.

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Obwohl es sowohl gegen die 26-jährige Heida R. als auch gegen Nasim A. Ermittlungsverfahren wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung in einer terroristischen Vereinigung geben würde, hätten die Ermittler für einen Haftbefehl nicht genug in der Hand.

In der Türkei seien laut Bericht noch zwei weitere mutmaßliche IS-Anhängerinnen aus Deutschland in Haft, auch sie sollen bald abgeschoben werden.

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