Deutschland

"Vulkangruppe": Linksextreme Klimaretter bekennen sich als Blackout-Verursacher in Berlin

In Berlin sitzen zehntausende Menschen wegen eines Stromausfalls im Dunkeln. Ein Bekennerschreiben zu dem Brandanschlag am Samstag von sogenannten Klimarettern wird durch die Polizei als echt angesehen. Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU) steht in der Kritik: Er "versuchte" am Sonnabend "zu koordinieren".
"Vulkangruppe": Linksextreme Klimaretter bekennen sich als Blackout-Verursacher in Berlin© Urheberrechtlich geschützt

In einem Bekennerschreiben hat die linksextreme Vulkangruppe den Brandanschlag auf Kabel des Kraftwerks Berlin-Lichterfelde für sich reklamiert. Das meldet der Tagesspiegel am Sonntag. In der deutschen Hauptstadt sind zehntausende Haushalte im Berliner Südwesten deshalb seit Samstagmorgen ohne Strom und Heizung – wohl noch bis Donnerstag. Die Terrorgruppe bezeichnete den Anschlag zynisch als "gemeinwohlorientierte Aktion". Der Staatsschutz des Landeskriminalamts hält das Schreiben für echt und hat die Ermittlungen übernommen. Das bestätigte auch Berlins Oberbürgermeister Kai Wegner (CDU) bei einer Pressekonferenz am Sonntag.

In dem Pamphlet der "Klimaretter" heißt es: 

"Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert … Der Angriff auf das Gaskraftwerk ist ein Akt der Notwehr und der internationalen Solidarität mit allen, die die Erde und das Leben schützen."

In dem Schreiben geben die Verfasser auch Täterwissen preis, indem sie Details des Anschlags aufzeigen: Die Kabelbrücke vom Kraftwerk Lichterfelde über den Teltowkanal "haben wir zur Seite der Grünanlagen hin in Brand gesetzt", ist dort zu lesen. "Wir haben die angeschmorten Kabelstränge mit herumliegenden Stahlstangen zusätzlich kurzgeschlossen." Weiterhin schreiben die Klimaterroristen: "Es kam zu Stromausfällen in den wohlhabenderen Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee." Dass dort auch viele ältere Menschen wohnen, scheint sie nicht zu stören. "Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft. Bei den weniger wohlhabenden Menschen in dem Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen."

Gegründet haben soll sich der linksextreme Zusammenschluss bereits 2011, seitdem werden immer wieder Brandanschläge in Berlin und Brandenburg im Namen der "Vulkangruppe" verübt. Schon zweimal soll sie in den Jahren 2021 und 2024 die Stromversorgung des Tesla-Werks in Grünheide angegriffen haben.

Ob sie auch hinter dem Anschlag steckt, der im September 2025 zu einem großen Stromausfall in Adlershof führte, ist bisher unklar. Ermittler gehen aber von einem Zusammenhang aus. Bei den Angriffen wurden als Ziel zumeist Kabelschächte an Bahntrassen gewählt. In einigen Fällen griff die Gruppe auch Funkmasten oder Datenleitungen an, teilweise auch Firmenfahrzeuge.

Der Berliner Verfassungsschutz ordnet die Gruppierung dem "anarchistischen Spektrum" zu. Völlig unklar ist unterdessen, wie sich die Linksextremen zusammensetzen, wie viele sie sind und wie sie sich organisieren. In ihrem aktuellen Schreiben warnt die Gruppe vor einer "Gier nach Energie", die durch Erderwärmung die natürlichen Lebensgrundlagen zerstöre. "Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht", heißt es. "Das Ausmaß dieser Verwüstung wird einfach ausgeblendet, abstrahiert und in globalen Klimakonferenzen diskutiert, bis das Ausmaß der Zerstörung in Tabellen und Absichtserklärungen verschwunden ist." 

Unterdessen sitzen am Sonntag noch etwa 38.000 Berliner Haushalte aufgrund der Tat der "Vulkangruppe" im Dunkeln und frieren. Oberbürgermeister Kai Wegner gab sich auf einer Pressekonferenz am Sonntagmittag schmallippig. Ihm wird eine zu lange Untätigkeit am Sonnabend vorgeworfen. Laut eigenen Aussagen habe er sich "in seinem Büro eingeschlossen" und "versucht zu koordinieren". 

Mehr zum Thema – "Einige Anarchisten" sorgen mit Anschlag für andauernden Stromausfall bei 20.000 Berlinern

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.