Deutschland

Armin Laschet will als Abgeordneter im Auswärtigen Ausschuss arbeiten

Der gescheiterte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will sich als einfacher Bundestagsabgeordneter mit der Außenpolitik beschäftigen. Seiner Aussage nach befasse er sich bereits "seit Jahren" insbesondere mit "Israel und dem Wandel in der arabischen Welt".
Armin Laschet will als Abgeordneter im Auswärtigen Ausschuss arbeitenQuelle: www.globallookpress.com © Emmanuele Contini via www.imago-images.de

Der als Kanzlerkandidat gescheiterte Noch-CDU-Chef Armin Laschet will den Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit als Bundestagsabgeordneter in die Außenpolitik legen. Der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident sagte der Süddeutschen Zeitung:

"Ich werde im Auswärtigen Ausschuss arbeiten. Das wird mein Schwerpunkt bleiben."

Er habe sich als Ministerpräsident "mehr als vielleicht üblich" mit internationalen Fragen beschäftigt, sagte Laschet. Er habe vor, die ganze Legislaturperiode Abgeordneter zu bleiben.

"Als Bevollmächtigter Deutschlands für die Beziehungen zu Frankreich habe ich die Bundesländer international vertreten. Besonders Israel und der Wandel in der arabischen Welt beschäftigen mich seit Jahren. An all das kann ich als Abgeordneter anknüpfen."

Die CDU will sich nach der Niederlage bei der Bundestagswahl personell neu aufstellen. Laschet tritt bei der Wahl des Parteivorsitzenden nicht wieder an. Das Amt als NRW-Regierungschef hatte er bereits vor der Wahl abgegeben. Er zog aber als einfacher Abgeordneter in den Bundestag ein, dem er bereits von 1994 bis 1998 angehört hatte.

Für seine Nachfolge als Parteichef kandidieren der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Erstmals sollen die rund 400.000 CDU-Mitglieder in einer an diesem Samstag startenden Befragung eine Vorentscheidung über den künftigen Vorsitzenden treffen. Gewählt werden soll der neue Parteichef am 21./ 22. Januar 2022 von 1.001 Delegierten bei einem digitalen Parteitag. Anschließend muss die Wahl per Briefwahl bestätigt werden.

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(rt/dpa)

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