Deutschland

Mitglied des Deutschen Ethikrats fordert Ausreiseverbot für Ungeimpfte

Wolfram Henn, ständiges Mitglied des aktuellen Deutschen Ethikrats, forciert die Diskussion um den Umgang mit sogenannten Ungeimpften noch einmal deutlich. Seiner Ansicht nach sind die bisherigen und noch geplanten Maßnahmen weiterhin nicht ausreichend.
Mitglied des Deutschen Ethikrats fordert Ausreiseverbot für UngeimpfteQuelle: www.globallookpress.com © AP Photo/Markus Schreiber/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Präsident des Deutschen Bundestags beruft die Mitglieder des Deutschen Ethikrats je zur Hälfte auf Vorschlag des Bundestags und der Bundesregierung. Die Mitglieder werden für die Dauer von vier Jahren eingesetzt.

Prof. Dr. med. Wolfram Henn, tätig an der Universität des Saarlandes und Mitglied des aktuellen Ethikrats, formulierte in einem aktuellen Interview mit der Rheinischen Post (Bezahlschranke) seine Vorstellungen von der Kontrolle ungeimpfter Bürgern.

"Die 2G-Regel sollte beim Überschreiten der EU-Binnengrenzen generell gelten. Das wäre epidemiologisch sinnvoll und ethisch gerechtfertigt."

Eindeutiger formuliert, würde dies nach den Vorstellungen von Henn und dementsprechend umgesetzten Verordnungen seitens der Politik bedeuten, dass die Bewegungsfreiheit von Menschen damit vollständig kontrolliert und gegebenenfalls verhindert werden würde. Zum Beispiel bei einer geplanten Ausreise aus Deutschland, ob per Bahn, mit dem Auto oder dem Flugzeug.

Henn forderte in dem Interview: "Hier sollten lückenlose Kontrollen sichergestellt sein."

Das Ethikrat-Mitglied beteiligte sich schon im Dezember 2020 an der Corona-Diskussion mit einem eher radikalen Gedankengang. In einem Gastkommentar für die Bild-Zeitung am 19. Dezember 2020 (Bezahlschranke) provozierte der Gelehrte, dessen Schwerpunkte des Engagements im Ethikrat informationelle Selbstbestimmung, Forschungsethik und Humangenetik sind, mit dem folgenden Statement:

"Wer partout das Impfen verweigern will, der sollte bitte schön auch ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: ,Ich will nicht geimpft werden! Ich will den Schutz vor der Krankheit anderen überlassen! Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen‘."

Auf diese drastischen Äußerungen angesprochen, erwiderte Henn später: "Zunächst will ich provozieren und im guten Sinne zum Nachdenken anregen."

Argumentative Rückendeckung bekommt Herr Henn schon einmal von Alena Buyx, der aktuellen Vorsitzenden des Ethikrats. Sie ließ im März 2021 folgende Gedanken verlauten:

"Die Solidargemeinschaft macht mir ein kostenloses Angebot, dass ich mich schützen kann. Ich habe all die Informationen, die ich brauche, die Impfung ist 4,3 Milliarden mal verimpft worden weltweit. Wir wissen alles über die Sicherheit. Und ich mache das trotzdem nicht. Und jetzt möchte ich aber, dass die Solidargemeisnschaft mir dennoch meinen Restaurantbesuch ermöglicht. Das funktioniert dann irgendwann nicht mehr."

In wessen Sinne das Ethikrat-Mitglied Henn gedanklich wirklich anregen möchte, erhält eine differenziertere Bedeutung, wenn man sich die Tatsache vor Augen führt, dass Prof. Dr. med. Wolfram Henn am 28. Oktober 2020 Gastredner bei einem Onkologie-Forum im Schlossberg Hotel Homburg war. Sein Thema lautete: "Vortrag: Testungen (BRCA-Mutation, Biomarker, etc.)".

Die Veranstaltung wurde freundlich unterstützt und ermöglicht von der – Pfizer Pharma GmbH.

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