Deutschland

Ministerpräsident Ramelow kritisiert "emotionale Widerstandssituation" gegen Impfungen in Thüringen

In einem Interview klagt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow über die für ihn unverständliche Impfskepsis im Freistaat. Dabei sei doch traditionell die Zustimmung zu Impfungen im Osten größer als im Westen.
Ministerpräsident Ramelow kritisiert "emotionale Widerstandssituation" gegen Impfungen in ThüringenQuelle: www.globallookpress.com © Florian Gaertner

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Partei Die Linke erkennt in der Corona-Krise eine "emotionale Widerstandssituation" bei Teilen der Bevölkerung seines Freistaats. Dies sei für ihn eine neue Erfahrung, wie er am Sonntag im Interview der Woche des Deutschlandfunks verriet.

Traditionell sei die Zustimmung zu Impfungen in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland. Die generelle Skepsis der Menschen habe sich in der Corona-Krise "mit den wildesten Verschwörungstheorien" verbunden, "von QAnon bis zu sonst irgendwas", so der Ministerpräsident. 

Rückblickend sagt er:

"Das ging los mit Pegida. Dann ging es um Flüchtlinge und die Frage von Fremdenfeindlichkeit."

Im Laufe der Corona-Krise hätten dann viele Menschen, die vorher etwa eine verpflichtende Masernimpfung gefordert hätten, offenbar umgedacht:

"Wenn ich heute das Wort Impfzwang im Zusammenhang mit Corona in den Mund nehmen würde, wäre der Aufschrei riesengroß."

Leute, die ihm "gut bekannt" seien, hätten ihm  gesagt: "Wer sich impfen lässt, ist ein Jahr später tot". Dabei handele es sich nicht um Fremde oder Menschen, die schon vorher zu "Verschwörungsglauben" geneigt hätten:

"Auf einmal sind sie da und alltäglich fassbar. Ein Drittel der Bevölkerung ist auf einmal in so einem Bereich unterwegs."

Solange diese Menschen nicht selbst oder in ihrer Familie erlebten, welche Bedrohung von COVID-19 ausgehe, "kann ich als Politiker sagen, was ich will". Ramelow bevorzuge das persönliche Gespräch mit diesen Leuten. Wenn er registriert, dass er auf taube Ohren stoße, rate er seinem Gegenüber, sich beim eigenen Arzt zu informieren.

Unpassend sei dagegen, wenn "permanent die gleichen Talkshows" zu Maßnahmen wie Schulschließungen liefen – "ohne danach zu fragen, wie es eigentlich den Kindern dabei geht oder wie das mit der Bildung dann funktioniert und wie soziale Bildung, also das Miteinander auf einmal unter die Räder kommt".

Mehr zum Thema - Ramelow: Behandlung Ungeimpfter in Thüringen nicht mehr garantiert

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team