Deutschland

RKI ändert Aussage: Ansteckungswahrscheinlichkeit nach Impfung nicht quantifizierbar

Heimlich, still und leise hat das RKI wichtige Passagen zur Information über die Impfung abgeändert – insbesondere die Übertragungsreduzierung des Virus kann plötzlich nicht mehr "quantifiziert" werden. Auch fehlen nun Angaben zur Schutzwirkung.
RKI ändert Aussage: Ansteckungswahrscheinlichkeit nach Impfung nicht quantifizierbarQuelle: www.globallookpress.com © Kay Nietfeld

Die gesamte aktuelle Corona-Politik, mit 3G, 2G und 1G beruht auf der Annahme, dass Geimpfte das Coronavirus weitaus weniger weitergeben als Ungeimpfte, wie der Journalist Boris Reitschuster auf seiner Homepage berichtet

Demnach habe es bisher immer geheißen, das Übertragungsrisiko sei durch die Impfung deutlich geringer. Sonst würde die teilweise Rückgabe der früher einmal unveräußerlichen, heute jedoch als "Privilegien" deklarierten Grundrechte an die Bürger keinen Sinn ergeben. Doch seit dem 2. November finde sich folgender Passus auf der Seite des RKI:

"In welchem Maß die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden."

Weiter heiße es zwar: "In der Summe ist das Risiko, dass Menschen trotz Impfung PCR-positiv werden und das Virus übertragen, auch unter der Deltavariante deutlich vermindert." Doch werde überhaupt nicht definiert, was "deutlich" in Zahlen bedeute.  

Verblüffend ist, dass das RKI auf der gleichen Seite noch am 27. August 2021 festhielt: "Weitere Daten belegen, dass selbst bei Menschen, die trotz Impfung PCR-positiv werden, die Viruslast signifikant reduziert wird." Entscheidend ist aber ein anderer Satz, der noch am 1. November auf der Seite stand – und nun fehlt:

"Aus Public-Health-Sicht erscheint durch die Impfung das Risiko einer Virusübertragung in dem Maß reduziert, dass Geimpfte bei der Epidemiologie der Erkrankung keine wesentliche Rolle mehr spielen."

Dieser Passus und ähnliche Aussagen von Gesundheitsminister Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler waren jedoch die Grundlage für die "Privilegien" für Geimpfte. 

Zudem wurden folgende Passagen von der Seite gestrichen:

  • "Die Impfung hat eine hohe Schutzwirkung (mindestens 80%) gegen schweres COVID-19, unabhängig vom verwendeten Impfstoff (Comirnaty von BioNTech/Pfizer, Spikevax von Moderna, Vaxzevria von AstraZeneca).
  • Die derzeitige Datenlage zeigt darüber hinaus, dass die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff wie auch mit mRNA-Impfstoffen zu einer deutlichen Reduktion der SARS-CoV-2-Infektionen (symptomatisch + asymptomatisch) führt (Schutzwirkung etwa 80-90% nach der 2. Impfstoffdosis)."

Stattdessen findet sich nun folgende Formulierung:

"Es muss jedoch davon ausgegangen werden, dass Menschen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 trotz Impfung PCR-positiv werden und dabei auch infektiöse Viren ausscheiden."

Das RKI räumt allerdings auch ein, dass "Die Virusausscheidung bei Personen, die trotz Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion haben, kürzer als bei ungeimpften Personen mit SARS-CoV-2-Infektion" sei – aber um wieviel genau? Stunden, Tage, Wochen? Informationen darüber gibt es von der Behörde keine.

Mehr zum Thema - RKI-Chef Wieler zu Pfizer-Leak: "Wenn das stimmt, ist das inakzeptabel"

Information:

Sicherheit und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe sind umstrittene Themen. Zahlreiche Experten in Wissenschaft, Politik und Medien schätzen diese als sicher und effektiv ein, da sie das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung stark verringern und die Vorteile einer Corona-Impfung deren Risiken und Nebenwirkungen überwiegen. Langzeitnebenwirkungen der Impfungen sind generell nicht bekannt. Nebenwirkungen wie der ADE-Effekt (antibody dependent enhancement, auf Deutsch: infektionsverstärkende Antikörper) wurden bisher bei weltweit Milliarden verabreichter Impfstoff-Dosen nicht berichtet. Auch dass Gensequenzen von beispielsweise mRNA-Vakzinen in die menschliche DNA eingebaut werden, gilt unter zahlreichen Experten als ausgeschlossen. Stellungnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der bundesdeutschen Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) lassen sich hier und hier nachlesen.

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