Deutschland

Spekulation nach tödlichem Hubschrauberabsturz von IT-Unternehmer: Opfer erhielt zuvor Morddrohungen

Wolfgang Haupt, Gründer des vor einigen Jahren in die Schlagzeilen geratenen Start-ups Augustus Intelligence, ist kürzlich bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Nun spekuliert das Magazin "Focus", dass es sich dabei um "ein mögliches Attentat" gehandelt haben könnte.
Spekulation nach tödlichem Hubschrauberabsturz von IT-Unternehmer: Opfer erhielt zuvor MorddrohungenQuelle: www.globallookpress.com © ArcheoPix via www.imago-images.de

Der Gründer des deutsch-amerikanischen Start-ups Augustus Intelligence, Wolfgang Haupt, starb vor rund zwei Wochen bei einem Hubschrauberabsturz nahe Buchen im Norden Baden-Württembergs, unweit der Grenze zu Hessen und Bayern. Zwei weitere Menschen an Bord, ein 61-jähriger Bekannter von Haupt sowie dessen 18-jähriger Sohn, kamen dabei ebenfalls ums Leben. Der Unternehmer selbst soll am Steuer gesessen haben.

Kurz nach dem Absturz hieß es seitens der Polizei, dass der einmotorige Helikopter vom Typ Robinson R44 mit vier Sitzen im mittelfränkischen Herzogenaurach gestartet und kurz vor 13 Uhr über einem Wald in Buchen aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt sei.

Laut einem aktuellen Bericht des Magazins Focus könnte es sich beim Absturz des Hubschraubers um "ein Attentat" gehandelt haben. Der 34-jährige IT-Geschäftsmann, gebürtig aus dem bayerischen Fürth, soll vor seinem Tod wohl massive Morddrohungen erhalten haben. Dem Bericht zufolge soll er Telefonanrufe erhalten haben, bei denen ein Mann mit "arabischem Akzent" dem Unternehmer mit Gewalt gedroht habe. Das Magazin beruft sich in seinem Bericht auf Mitarbeiter des Millionärs sowie auf Angehörige.

Dem Focus zufolge wollen Experten der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung prüfen, ob es in der Luft "eine vorsätzlich herbeigeführte Detonation" gegeben haben könnte. Demnach sollen Spaziergänger in der Nähe der Absturzstelle zunächst "einen sehr lauten Knall" gehört haben, bevor sie die Maschine schließlich in ein Waldstück fallen sahen. Die Staatsanwaltschaft Mosbach erklärte gegenüber dem Focus, dass man "in alle Richtungen" ermittle.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa geht die Staatsanwaltschaft Mosbach momentan noch von einer technischen Ursache für den Absturz aus. Ein Sprecher der Behörde betonte am Freitag gegenüber der dpa ebenfalls, dass man "in alle Richtungen" ermittle. Es gebe jedoch keine objektiven Hinweise auf ein Attentat.

Die Firma Augustus Intelligence mit Sitz in New York war vor wenigen Jahren einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland vor allem durch die Lobbyaffäre des CDU-Politikers Philipp Amthor bekannt geworden. Das Unternehmen soll offiziell im Bereich Künstliche Intelligenz sowie Entwicklung von Software zur Gesichtserkennung tätig gewesen sein. Im April musste das Start-up laut einem Bericht des Handelsblatt Insolvenz anmelden.

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gehörte zeitweise zu den Investoren. Das Unternehmen pflegte auch Kontakte zu ehemaligen Geheimdienstlern. So sollen der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sowie Ex-BND-Chef August Hanning Augustus Intelligence beraten haben. Amthor soll dem Start-up unter anderem im Jahr 2018 Zugang zum Bundeswirtschaftsministerium verschafft haben. Kurze Zeit später erhielt der CDU-Politiker einen Direktorenposten und Aktienoptionen.

Das Unternehmen soll laut Handelsblatt zu einem Zeitpunkt einen Marktwert von 250 Millionen Dollar gehabt haben.

Mehr zum Thema - "Ich bin nicht käuflich" – Kritik an Lobby-Arbeit des CDU-Abgeordneten Philipp Amthor

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