Deutschland

Inflation und Lieferengpässe: Preissteigerungen bei Weihnachtsbäumen erwartet

Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr ähnlich viel kosten wie im letzten, schätzt der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger. Allerdings könnten sich Inflation, Lieferengpässe und steigende Transportkosten noch auf den Preis auswirken. In Deutschland werden zunehmend kleinere Bäume gekauft.
Inflation und Lieferengpässe: Preissteigerungen bei Weihnachtsbäumen erwartetQuelle: www.globallookpress.com © Patrick Pleul / dpa-Zentralbild / ZB

Trotz Inflation, Lieferengpässen und steigender Transport- und Personalkosten gehen die Weihnachtsbaum-Pflanzer davon aus, dass die Christbäume in diesem Jahr etwa gleich viel kosten werden wie im letzten. Saskia Blümel, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger, prognostiziert nun zwei Monate vor Weihnachten:

"Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Preise konstant bleiben, aber natürlich kann es in einzelnen Segmenten auch zu Preissteigerungen kommen."

Nach Verbandsangaben wird die besonders beliebte Nordmanntanne wie in der vergangenen Saison pro Meter zwischen 21 und 27 Euro kosten. Blautannen sind mit 12 bis 16 Euro günstiger, für Fichten werden 9 bis 12 Euro genommen. "Viele Bäume in Deutschland werden in Familienbetrieben direkt vermarktet, hier fallen im Gegensatz zum Einkauf beim Händler zum Beispiel keine höheren Transportkosten an", erklärt Blümel. Die relativ große Preisspanne erklärt die Branchensprecherin auch mit der unterschiedlichen Qualität der Bäume.

Diese ist nach Einschätzung der Erzeuger in diesem Jahr besonders gut, so Blümel:

"In diesem Jahr hat es wenige Ausfälle gegeben: Den Sommer hat es genug geregnet, und wir hatten im Frühjahr nicht mit Spätfrösten zu kämpfen."

Mit Engpässen rechne man nicht. Rund 80 Prozent der Menschen entscheiden sich den Angaben zufolge in der Regel für eine Nordmanntanne.

Blümel geht von einer etwa gleichbleibenden Nachfrage bei den Bäumen aus. Im Pandemie-Jahr 2020 habe man viele neue Kunden dazugewinnen können, die die Weihnachtszeit aufgrund von Kontakteinschränkungen und geschlossenen Restaurants durch die Corona-Maßnahmen noch einmal anders zu schätzen gelernt hätten. "Wir gehen davon aus, dass viele, die im letzten Jahr das erste Mal einen Baum gekauft haben, in diesem Jahr Wiederholungstäter sein werden", sagt sie.

Aus Sicht der Weihnachtsbaumerzeuger fällt auf, dass die Menschen beim Kauf zunehmend zu kleineren Bäumen tendieren. "Das könnte der Tatsache geschuldet sein, dass es immer weniger Wohnraum und mehr Single-Haushalte gibt als noch vor ein paar Jahren", mutmaßt Blümel. Die durchschnittliche Baumgröße gehe in Richtung 1,50 bis 1,75 Meter, früher seien mehr große Bäume verkauft worden. "Für den Kunden ist es wichtig, dass der Baum schlank ist und wenig Platz wegnimmt."

In Deutschland werden nach Verbandsangaben jährlich 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume verkauft. Ein Baum mit einer Größe von 1,75 Meter bis 2 Meter braucht ungefähr zehn Jahre, bis er ausgewachsen ist.

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(rt/dpa)

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