Deutschland

"Um politischen Linksdrift zu stoppen": Konservative Unionspolitiker gründen Kampagnen-Agentur

Friedrich Merz, Wolfgang Bosbach und Dorothee Bär gehören zu einer Gruppe von CDU- und CSU-Politikern, die mit einer eignen Kampagnen-Agentur konservative Anliegen bewerben und den "politischen Linksdrift" in Deutschland stoppen wollen. Die Agentur "The Republic" macht Stimmung gegen die Grünen und Fridays for Future.
"Um politischen Linksdrift zu stoppen": Konservative Unionspolitiker gründen Kampagnen-AgenturQuelle: www.globallookpress.com © © via www.imago-images.de

Konservative Unionspolitiker reagieren auf die historische Niederlage bei der Bundestagswahl mit der Gründung einer eigenen Kampagnen-Agentur mit dem Namen "The Republic". Die Union aus CDU/CSU mit dem Kanzlerkandidaten Armin Laschet kam auf nur 24,1 Prozent der Zweitstimmen. Die SPD erreichte 25,7 Prozent. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz entschied das Rennen damit für sich und ist auf dem Weg zur Bildung einer Ampel-Koalition mit der FDP und den Grünen. 

Als hätte der konservative Flügel der Union die Niederlage voraussehen können, kam es nach einem Bild-Bericht bereits im August zu einem Treffen der Politiker in Leipzig, der den Anstoß zur Kommunikationsagentur gab.

Das Startkapital der 15 Mitarbeiter zählenden Agentur beträgt 200.000 Euro. Als Logo entschied man sich für den Kopf eines Adlers auf schwarzem Grund. 

Im Gründungspapier von "The Republic" heißt es: 

"Unsere Mission baut auf dem liberal-konservativen Werteverständnis auf. Wir stehen für mündige Bürger, einen schlanken und dennoch effizienten Staat sowie die wehrhafte Demokratie." 

Geschäftsführer ist Armin Petschner-Multari. Im Jahr 2019 machte dieser mit blondierter Mähne im Netz auf sich aufmerksam und war die Antwort der Konservativen auf den YouTuber Rezo. 

Zu den prominenten Mitgliedern der Initiative zählen Carsten Linnemann (CDU-Mittelstandschef), Christoph Ploß (Hamburgs CDU-Chef), Stefan Müller (Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe),  Friedrich Merz (Ex-Unionsfraktionschef) und der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach. Dorothee Bär (CSU-Vize) widerlegte auf Twitter Medienberichte, wonach sie Teil der neuen Agentur wäre. 

Auf der Seite von The Republic heißt es: 

"Wir stoppen den politischen Linksdrift in Deutschland. Wir bieten dem bürgerfeindlichen Klima die Stirn und geben denen, die unser Land am Laufen halten, eine starke Stimme."

Top platziert auf der Seite ist ein Artikel mit dem Titel: "Junge Menschen: Wir sind nicht alle links." Darin werden die Grünen als "Ökos" bezeichnet, die den Einzug ins Kanzleramt "krachend verfehlt" hätten. 

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