Deutschland

Ist "2G" de facto "1G"? Wie von Corona Genesene zur Impfung bewegt werden sollen

Dreiklassengesellschaft Deutschland. Etwa acht Millionen Menschen gelten hierzulande als "Corona-Genesene", dennoch haben sie nicht die gleichen "Freiheiten" wie Geimpfte. Sie stehen aber noch deutlich besser da als Ungeimpfte. Die Politik will beide zur Impfung "motivieren" – koste es, was es wolle.
Ist "2G" de facto "1G"? Wie von Corona Genesene zur Impfung bewegt werden sollenQuelle: www.globallookpress.com © Dwi Anoraganingrum via www.imago

In einem Bericht der Welt geht die Autorin von einer Dunkelziffer von etwa acht Millionen Deutschen aus, die als von Corona "genesen" gelten.

Gegen "jede politische Logik und gegen alle wissenschaftliche Erkenntnis sehen sich Corona-Genesene" demnach benachteiligt. Im Vergleich zur Impfung gelte ihr Status als "eine Immunität zweiter Klasse".

Denn auch bei den Genesenen zielt die Politik auf eine Impfung ab. Dabei zeigt sich die deutsche Bürokratie mal wieder von ihrer schlechtesten Seite: So lief mit Beginn der Impfkampagne im Frühjahr die Anerkennung medizinisch akzeptierter Immunitätsbescheinigungen aus. Dabei war der Nachweis mittels Antikörpertest recht einfach zu bewerkstelligen. Seit dem Inkrafttreten der COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung vom 8. Mai 2021 muss jedoch der Nachweis durch einen PCR-Test zum Zeitpunkt der Infektion erfolgen, wie das Gesundheitsministerium verkündete. 

Wer diesen Test – aus welchen Gründen auch immer – zum Zeitpunkt der akuten Erkrankung nicht durchführen kann, für den gelten "dieselben Empfehlungen wie bei Personen, die nie an COVID-19 erkrankt waren".

Damit setzte sich das Bundesgesundheitsministerium über die Empfehlung des Deutschen Ethikrats hinweg, der sich für die Immunitätsbescheinigung per Antikörpertest als bessere Variante gegenüber dem von Christian Drosten entwickelten PCR-Test aussprach.

Unklar ist, warum Politik und die medial sichtbaren Teile der Wissenschaft die Gruppe der Genesenen regelrecht zur Impfung treiben wollen, denn:

"Eine überstandene Infektion ergibt eine starke Immunität. Vermutlich die stärkste, die es geben kann. Zahlreiche Studien bestätigen inzwischen die langfristige, womöglich lebenslange Wirkung."

Wissenschaftler, die das ähnlich sehen, werden von der Politik ignoriert. Es zeigt sich, dass bei den offiziellen 2G-Corona-Erleichterungen G eben nicht gleich G ist. Einerseits ist es nicht so einfach, die Immunität nachzuweisen, und andererseits läuft der Status nach sechs Monaten ab – ehe die Impfung ruft.

Doch, wie es im Artikel weiter heißt:

"Wissenschaftlich begründet ist die Verordnung nicht. Unter anderem belegt das eindrucksvoll eine Studie aus Dänemark mit Daten von 500.000 Personen. Das Ergebnis: Eine überstandene Infektion bringt noch nach sechs Monaten einen Schutz von 80,5 Prozent."

Ähnlich sieht das auch der Virologe Alexander Kekulé, der es als "Quatsch" bezeichnet, dass man sechs Monate nach überstandener COVID-Erkrankung als Genesener nicht mehr als immun gelten soll. Das sei eine "steinzeitliche Regelung aus den Anfangstagen der Pandemie". Er findet es grundsätzlich

"ganz schön vermessen, dass die Menschen glauben, mit ihrem der Natur nachgebastelten Impfstoff besser zu sein als das menschliche Immunsystem, das Milliarden Jahre Zeit hatte, sich zu entwickeln".

Der Politik scheinen die wissenschaftlichen Erkenntnisse jedoch ziemlich egal zu sein. Sie macht weiter Druck. Neu ist das nicht in der Corona-Krise.

So äußerte sich Angela Merkel bereits im Januar negativ über die Gruppe der Wissenschaftler, die für mehr Freiräume und eine "Durchseuchung" der Gesellschaft seien:

"Das ist eine politische Entscheidung, die nimmt mir keiner ab."

Mehr zum Thema - "Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen!" Oder?

Information:

Sicherheit und Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe sind umstrittene Themen. Zahlreiche Experten in Wissenschaft, Politik und Medien schätzen diese als sicher und effektiv ein, da sie das Risiko einer schweren COVID-19-Erkrankung weitgehend verhindern und die Vorteile einer Corona-Impfung die Risiken und Nebenwirkungen überwiegen. Langzeitnebenwirkungen der Impfungen sind generell nicht bekannt. Auch Risiken wie der ADE-Effekt (antibody-dependent enhancement, auf Deutsch: infektionsverstärkende Antikörper) wurden bisher bei weltweit Milliarden verabreichter Impfstoff-Dosen nicht beobachtet. Auch, dass Gensequenzen von beispielsweise mRNA-Vakzinen in die menschliche DNA eingebaut werden, gilt in Fachkreisen als ausgeschlossen. Stellungnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der bundesdeutschen Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) lassen sich hier und hier nachlesen.

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