Deutschland

Präsident des Deutschen Lehrerverbandes zur Maskenpflicht-Abschaffung: "Wir raten zur Vorsicht"

Im Interview mit "RT DE" erklärte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dass er die Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen für verfrüht halte und zur Vorsicht rate, da Kinder unter 12 bisher noch nicht gegen Corona geimpft werden können. Eine Impfpflicht lehne er jedoch ab.

Mehrere Bundesländer haben bereits angekündigt, dass die Maskenpflicht an Schulen angesichts sinkender Inzidenzen bald fallen könnte. Einzelne Bundesländer wie Berlin haben bereits Tatsachen geschaffen: Dort ist die Maskenpflicht bis zur sechsten Klasse entfallen. Ärztevertreter haben deutlich gemacht, dass sie den Vorstoß begrüßen. Lehrerverbände und einige Eltern stemmen sich jedoch gegen die neue Regelung und fordern in einer Petition, dass die Vorschrift zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Schule erhalten bleiben sollte. Auch der Deutsche Lehrerverband (DL) sieht den Vorstoß skeptisch.

Im Interview mit RT DE erklärte der DL-Präsident, Heinz-Peter Meidinger, dass er nicht generell gegen die Abschaffung der Maskenpflicht sei. Man rate jedoch zur Vorsicht: Gerade an den Grundschulen habe man die größte Gruppe an Kindern, die nicht gegen Corona geimpft sind. Gleichzeitig habe man immer noch hohe Inzidenzen. Angesichts des nahenden Herbstes empfehle man daher, mit der Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen und Grundschulen noch zu warten.

Meidinger erklärte, dass er weiter mit Einschränkungen wie Corona-Tests rechne. Auch eine Rückkehr der Maskenpflicht sei möglich:

"Ich rechne aber nicht mit Schulschließungen. Also ich glaube, da sind wir mittlerweile besser aufgestellt."

Die meisten Lehrkräfte seien geimpft. Zudem habe man Tests und teilweise auch Raumluftfilteranlagen.

"Also ich hoffe, dass wir Schulen generell nicht mehr schließen müssen. Aber Quarantänefälle und einzelne Klassen müssen durchaus mal damit rechnen, wieder für fünf Tage oder so zu Hause bleiben zu müssen."

Er rechne damit, dass man, wenn alle die Möglichkeit hatten, sich impfen zu lassen, die Schutzmaßnahmen an Schulen auch völlig zurückfahren könne. Dies werde seiner Einschätzung nach aber voraussichtlich erst im Frühjahr 2022 der Fall sein. Meidinger räumte ein, dass die Frage der Corona-Impfungen für Kinder kompliziert sei: Man müsse zunächst die Stellungnahme der Ständigen Impfkommission (STIKO) bezüglich der Impfempfehlung für Kinder unter 12 Jahren abwarten. Er erklärte auch, dass er gegen eine Impfpflicht sei, sowohl bei Lehrkräften als auch bei Kindern. Das sei eine Entscheidung des Einzelnen beziehungsweise der Eltern:

"Das ist eine Entscheidung der Eltern, da wollen wir auch nicht Einfluss darauf nehmen."

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