Deutschland

Nach Besetzung von Kraftwerk in Greifswald: Feuerwehreinsatz den Aktivisten in Rechnung gestellt

Die Stadt Greifswald stellt den Klimaaktivisten, die letzte Woche ein Kraftwerk besetzten, den Einsatz der Feuerwehr in Rechnung. Es könnten weitere Kosten drohen. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Kraftwerk zeitweise abgeschaltet. Bei 450 Haushalten fielen die Warmwasserversorgung und die Heizung aus.
Nach Besetzung von Kraftwerk in Greifswald: Feuerwehreinsatz den Aktivisten in Rechnung gestelltQuelle: www.globallookpress.com © Stefan Sauer

Insgesamt sechs Klimaaktivsten waren an der Aktion am Freitag vergangene Woche in Greifswald beteiligt, bei dem ein Kraftwerk besetzt wurde und sich die Aktivisten in Lebensgefahr begaben. Anrücken mussten elf Feuerwehrleute und fünf Einsatzfahrzeuge. Insgesamt 1.700 Euro kostete der Feuerwehreinsatz. Dieser wird den Umweltschützern in Rechnung gestellt. Weitere Kosten werden voraussichtlich hinzukommen.

Auf den Plakaten der Aktivisten war zu lesen: "Gas ist vorbei". Eine Organisation steckte nicht dahinter. Das selbst erklärte Ziel der Aktion war, auf die Klimaschädlichkeit des Verbrennens von Erdgas aufmerksam zu machen. In einer Erklärung der Aktionsteilnehmer hieß es: 

"Die Stadtwerke müssen, wie alle anderen Energieproduzenten auch, schnellstmöglich 100 Prozent erneuerbar werden."

Der Protest hatte auch zur Folge, dass bei 450 Haushalten die Warmwasserversorgung und die Heizung ausfielen. 

Alle Versuche des Geschäftsführers der Stadtwerke Greifswald, den Protest durch Worte zu beenden, blieben erfolglos. Die Aktivisten kletterten auch auf den Schornstein und brachten sich dadurch in Lebensgefahr. Der Polizeisprecher Andrej Krosse: 

"Die Aktivisten sind nicht bereit, freiwillig von dem Kraftwerk zu kommen."

Zwei Aktivisten erschwerten der Polizei die Identitätsfeststellung. Sie schmierten ihre Hände ein, sodass die Fingerabdrücke nicht genommen werden konnten, und verschmutzten ihre Gesichter. Erst die angeordnete Reinigung durch die Polizei, brachte Klarheit. 

Ebenfalls aus Greifswald stammende Klimaaktivisten machten jüngst durch einen Hungerstreik auf sich aufmerksam. Sie verlangten von den Kanzlerkandidaten, ihre Forderungen zu erfüllen, oder sie werden durch Nahrungsentzug sterben. Ihre Forderungen aber stießen auf wenig Gehör. 

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