Deutschland

Bericht: Im Streit mit Unterstützer-Familie könnte FDP Immobilien verlieren

In der FDP soll laut einem Spiegel-Bericht ein Streit zwischen der Partei und ihren langjährigen Unterstützern um parteiinterne Liegenschaften toben. Die Liberalen könnten demnach gar große Teile ihres Immobilienvermögens verlieren. Vor einem Gericht ist eine Klage anhängig.
Bericht: Im Streit mit Unterstützer-Familie könnte FDP Immobilien verlierenQuelle: www.globallookpress.com © Chris Emil Janssen via www.imago-images.de

Die Liberalen kämpfen derzeit offenbar nicht nur um ein möglichst gutes Resultat bei der Bundestagswahl Ende September, sondern wohl auch intern um eigenes Immobilienvermögen. Letzteres lässt sich zumindest aus einem aktuellen Bericht des Magazins Spiegel herauslesen.

Laut dem Spiegel tobt derzeit in der bereits 1995 gegründeten FDP-eigenen Immobilienholding, zu der unter anderem hochwertige Liegenschaften wie die Bundesgeschäftsstelle der Liberalen in Berlin-Mitte oder die ehemalige Parteizentrale in Bonn gehörten, ein Machtkampf. Konkret gehe es um die Firma Reinhardtstraßenhöfe GmbH & Co. KG, an der neben der FDP demnach auch eine reiche Adelsfamilie beteiligt sei.

Die vermögenden Adeligen sollen laut Bericht etwa 46 Prozent der Kommanditeinlagen in ihren Händen haben. In den vergangenen 20 Jahren sollen seitens der Familie Millionenbeträge in die Holding geflossen sein, doch nun will sie die Mehrheit an der FDP-Firma übernehmen. Um rund 2,4 Millionen Euro wolle die Familie demnach ihren Kommanditanteil erhöhen.

Der Zwist ist offenbar so weit fortgeschritten, dass sich nun das Bonner Landgericht mit der Angelegenheit beschäftigt. Die langjährigen FDP-Unterstützer, die der Partei auch in stürmischen Zeiten Treue gehalten hätten, hätten dem Spiegel zufolge jene schließlich verklagt. Die Adelsfamilie wolle die FDP gerichtlich verpflichten lassen, die Kapitalerhöhung zu ermöglichen. Demnach berufe sich die Familie in dem Streit auf eine Verabredung mit der Partei, wonach sie jahrelang gewährte Zinsverzichte in Kapitalanteile umwandeln könne, so der Spiegel. Dadurch würde sie schließlich über einem Kommanditanteil von 51,1 Prozent und somit über die Mehrheit in der Firma verfügen.

Wie der Spiegel kolportiert, plant die Familie, ihre Anteile auf dem freien Markt zum Verkauf anzubieten. Damit könnten die Immobilien etwa in Berlin zum Gegenstad von Spekulationen auf dem heiß gelaufenen Markt werden. Auf Anfrage zu der juristischen Auseinandersetzung wollte sich keine der Seiten gegenüber dem Spiegel äußern.

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