Deutschland

Habeck: "Baerbock wird punkten" – Grüne Basis weniger überzeugt

Kurz vor dem ersten Fernsehduell mit ihren Konkurrenten hat Robert Habeck der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock den Rücken gestärkt. Diese werde mit "ihrer Schlagfertigkeit und ihrer Energie punkten können".
Habeck: "Baerbock wird punkten" – Grüne Basis weniger überzeugtQuelle: www.globallookpress.com © Chris Emil Janssen via www.imago/www.imago-images.de

Der Vorsitzende der Grünen Robert Habeck erwartet, dass seine Mitvorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock beim direkten Aufeinandertreffen im Fernsehduell mit ihren Konkurrenten von Union und SPD wieder Boden gutmachen kann. Habeck sagte dem Springer-Blatt Welt am Sonntag:

"Sowohl Olaf Scholz als auch Armin Laschet wollen die Ära Merkel im politischen Habitus verlängern. Tunlichst keine Antworten geben, Politik möglichst entpolitisieren."

Mehr zum Thema - Sommerinterview mit Baerbock sexistisch? Die Revolution frisst ihre Omas

Das passe aber nicht zur gesellschaftlichen Stimmung, die von großer Unruhe und Orientierungslosigkeit geprägt sei:

"Gerade in den TV-Triellen wird Annalena Baerbock deshalb mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer Energie punkten können."

Die Kanzlerkandidaten Laschet, Scholz und Baerbock treffen am Sonntag zu ihrem ersten TV-Dreikampf zusammen. Die Zustimmungswerte für Baerbock sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken, inzwischen liegen die Grünen in Umfragen zur Bundestagswahl auf Platz drei hinter Union und SPD.

Weniger zuversichtlich als Habeck sind offenbar Teile der Grünen-Basis. In der taz erschien am Wochenende eine Anzeige, deren Unterzeichner die Partei aufforderten, wenige Wochen vor der Wahl die Kandidatin auszuwechseln und statt Baerbock Habeck als Kanzlerkandidaten ins Rennen zu schicken. Unter der Überschrift "Liebe Grüne!" heißt es dort:

"Noch ist es Zeit für eine Rochade in der Kanzlerkandidatur. Die von uns Befragten sehen es auch so und wünschen sich Robert Habeck, weil er Regierungserfahrung hat und bisher Unentschlossene und Nichtwähler eher überzeugt."

Mehr zum Thema - Medien bangen um Einzug von Karl Lauterbach in den Bundestag

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion