Deutschland

"Mein Ärmel bleibt unten" – Fotoprojekt will Alternative zu offizieller Impfkampagne sein

Ein Fotograf hat ein Projekt ins Leben gerufen, das sich als Reaktion auf die offizielle Impfkampagne versteht. Unter dem Titel "Mein Ärmel bleibt unten, weil ..." präsentieren sich Menschen, die eine Corona-Impfung ablehnen. Man wolle aber niemanden von einer Impfung abhalten.
"Mein Ärmel bleibt unten" – Fotoprojekt will Alternative zu offizieller Impfkampagne seinQuelle: www.globallookpress.com © Joerg Boethling / www.imago-images.de

Der Leipziger Fotograf Corwin von Kuhwede hat ein Projekt gestartet, das für Aufsehen sorgt. Unter dem Titel "Mein Ärmel bleibt unten, weil ..." präsentieren sich 18 Menschen mit einer persönlichen Aussage, warum sie eine Corona-Impfung für sich ablehnen. Der Fotograf will sein Projekt als Antwort aus der Bevölkerung auf die Kampagne "Deutschland krempelt die Ärmel hoch" (#ärmelhoch) verstanden wissen. In dieser hatten sich unter anderem Prominente abbilden lassen und für die Impfung geworben. Auf der Homepage zum Projekt heißt es dazu:

"Das Anliegen aller Beteiligten ist es, das oppositionelle Stimmungsbild in der Gesellschaft aufzugreifen und den Menschen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben, da die Berichterstattung eher einseitig ist und teilweise schon Feindbilder entgegen einer freien Impfentscheidung schürt. Menschen, die aus verschiedenen Gründen das Angebot einer Impfung nicht wahrnehmen möchten, werden aktuell als Minderheit dargestellt und medial und politisch an den Rand der Gesellschaft geschoben."

Von Kuhwedes Anliegen sei es jedoch nicht, Menschen davon abbringen zu wollen, sich impfen zu lassen oder eine Entscheidung für eine Impfung zu kritisieren. Auch gehe es ihm nicht darum, Impfungen grundsätzlich infrage zu stellen. Doch erwecke die Kampagne "Deutschland krempelt die Ärmel hoch" sowie die "einseitige Darstellung der Impfbereitschaft [durch] Medien und Politik" den Eindruck, als gehe es den Initiatoren "nicht um eine sachliche und objektive Aufklärung der Bevölkerung in Bezug auf eine Impfung".

Es entstehe so "ein großer sozialer Druck auf Menschen, die das Impfangebot nicht wahrnehmen möchten, sodass nicht mehr von einer wahrhaftig freien Impfentscheidung gesprochen werden kann", heißt es weiter. Nach Auffassung von Kuhwedes würden die Menschen so "subliminal" beeinflusst. Zudem würde der Eindruck erweckt, "als stünde nahezu fast die ganze Bevölkerung hinter der Impfung und als gäbe es keine anderen Positionen". Mit seinem Projekt möchte der Fotograf "ein Zeichen setzen, dass eine Impfentscheidung eine freie individuelle Entscheidung ist, die jeder für sich selbst, frei von Interessen Dritter, treffen darf und muss". Hierbei dürften jenen, die das Impfangebot nicht wahrnehmen, keinerlei Nachteile entstehen.

Von Kuhwede versteht sich jedoch lediglich als "Initiator und Ideengeber" des Projekts. Er habe "keinen Einfluss auf die Meinung der einzelnen abgebildeten Personen". Jeder Mitwirkende stehe "für seine ganz persönliche Ansicht". Auch distanziere man sich "ausdrücklich von jeder politischen Partei und deren Inhalte" sowie allen "religiösen Vereinigungen oder sonstige[n] ideologische[n] Institutionen". Wer Interesse hat, dürfe sich jedoch gern bei dem Fotografen melden und sich kostenfrei in Leipzig fotografieren lassen. Auch Fotografen anderer Städte seien eingeladen, das Projekt unter Verwendung des Hashtags #ärmelrunter in ihrer Stadt fortzuführen.

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