Deutschland

Jetzt auch Plagiatsvorwurf gegen Laschet: CDU-Kanzlerkandidat gesteht Fehler ein

Nach den Plagiatsvorwürfen gegen Annalena Baerbock kam es nun auch zu solchen gegen den CDU-Politiker Armin Laschet. Der Unions-Kanzlerkandidat sprach selbst von einem Fehler und bat um Entschuldigung. Bei Umfragen liegt Laschet nun hinter dem SPD-Kandidaten Olaf Scholz.
Jetzt auch Plagiatsvorwurf gegen Laschet: CDU-Kanzlerkandidat gesteht Fehler einQuelle: AFP © ADAM BERRY

Der Kanzlerkandidat der Unionsparteien Armin Laschet (CDU) hat Fehler in seinem Buch "Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance" aus dem Jahr 2009 eingeräumt und sich dafür entschuldigt.

Auf Anfrage sagte er der dpa am Freitag, dass mindestens ein Urheber des Materials, das er im Buch verwendete, weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt worden sei.

"Sorgfältiges Arbeiten beim Verfassen von Werken und die Achtung des Urheberrechts sind für mich auch eine Frage des Respekts vor anderen Autoren."

Es gebe in dem Buch offenkundig Fehler, die er zu verantworten habe, erklärte Laschet. Um zu klären, ob es weitere Fehler gebe, werde er unverzüglich die Prüfung des Buchs veranlassen. Laschet fügte hinzu, dass er ausdrücklich um Entschuldigung bitte.

Hinweise von Twitter

Zuvor war auf Twitter ein Hinweis publik gemacht worden, der auf mögliche Parallelen zwischen einer Passage aus Laschets Buch und einer anderen Veröffentlichung hinwies.

In dem Buch forderte der heutige NRW-Ministerpräsident eine "dritte deutsche Einheit": Nach der Eingliederung der Vertriebenen und der Wiedervereinigung stehe jetzt die Integration der Zuwanderer an.

Umfrage: Scholz überholt Laschet bei Kanzlerfrage

Nach mehreren aktuellen Umfragen ist der Kanzlerkandidat der SPD Olaf Scholz derzeit beliebter als der Unions-Kandidat. Laut einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov würden sich im Falle der Möglichkeit einer Direktwahl des Bundeskanzlers 20 Prozent der Befragten für den aktuellen Finanzminister Scholz entscheiden.

15 Prozent würden NRW-Ministerpräsident Laschet wählen, 13 Prozent die Grünen-Co-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Einen Monat zuvor hatte der Unionskandidat in der YouGov-Befragung bei 21 Prozent gelegen, sein Konkurrent von der SPD bei 16 Prozent. Nach wie vor würde sich eine klare Mehrheit für keinen der Kandidaten entscheiden wollen.

Mehr zum Thema Scholz doch noch Kanzler? – "Stimmung bewegt sich Richtung SPD"

(rt/dpa)

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