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Würzburger Amoklauf: 24-jähriger Somalier war polizeibekannt und in psychiatrischer Behandlung

Die Identität des Amokläufers von Würzburg ist geklärt. Der 24-Jährige, der in der Innenstadt drei Menschen erstach und zehn verletzte, stammt aus Somalia und wohnt in Würzburg. Laut Polizei ist er "wahrscheinlich psychisch krank" und seit Kurzem in Behandlung. Der bayerische Innenminister Herrmann sprach in dem Zusammenhang von einem "möglicherweise islamistischen Motiv".
Würzburger Amoklauf: 24-jähriger Somalier war polizeibekannt und in psychiatrischer BehandlungQuelle: www.globallookpress.com © Daniel Karmann

Die Hintergründe der tödlichen Messerattacke von Würzburg am Freitag klären sich langsam auf. 

Bayern Innenminister Joachim Herrmann teilte am späten Freitagabend mit, dass der Täter sich derzeit in einem Würzburger Krankenhaus befindet und von der Polizei vernommen wird, wie der Focus berichtet. Der Täter sei in den vergangenen Monaten als "gewaltbereit" aufgefallen und erst vor wenigen Tagen in psychiatrische Behandlung eingewiesen worden. Zudem gilt der 24-jährige Somalier als polizeilich bekannt. 

Innenminister Herrmann ergänzte:

"Klar ist jedenfalls für den Moment: Es sieht nicht danach aus, dass es weitere Täter gibt."

Der bayerische Innenminister erklärte gegenüber dem ZDF zudem, dass der abgelehnte Asylbewerber, nach Zeugenaussagen "Allahu Akbar" gerufen habe. Herrmann führte dann weiter aus: 

"Dies deutet auf ein möglicherweise islamistisches Motiv hin. Und das ist auch Gegenstand der aktuellen Vernehmungen."

Ein Zeuge, der die Taten miterleben musste, gab zu Protokoll, dass der Täter mit unglaublicher Brutalität zugestochen habe. Die Polizei durchsuchte am Freitagabend den Wohnraum des Täters in Würzburg.

Herrmann richtete ein großes Dankeschön an die Polizei und die mutigen Helfer:

"Ich möchte mich bedanken bei den Einsatzkräften, auch acht Rettungskräfte waren in Windeseile vor Ort und konnten die Opfer versorgen. Ich habe davor sehr, sehr großen Respekt, dass sich Würzburger dem Mann in den Weg gestellt haben."

Die Polizei bestätigte, dass es drei Todesopfer gibt und weitere Personen "zum Teil schwer verletzt worden" sind. 

Nach Angaben der Tagesschau gab es im Vorfeld der Tat einen Streit zwischen dem Täter und einer Frau – der als Auslöser des Amoklaufs gilt. Dabei soll sich auch die Frau unter den Opfern befinden.

Bundeskanzlerkandidat Armin Laschet von der CDU hofft auf eine baldige Genesung der Verletzten:

Die Co-Vorsitzende der AfD Alice Weidel verurteilte die in vielen Medien rasch verbreitete Bezeichnung "psychisch krank".

Mehr zum Thema - Amoklauf in Würzburg – Mindestens drei Tote und etwa 15 Verletzte

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