Deutschland

Trachtenladen sorgt für Wirbel: "Zutritt nur für Nicht-Geimpfte"

Im bayerischen Hof sorgte ein Trachtenladen für einige Kontroversen in den sozialen Medien. Grund dafür ist ein Aushang mit der Aufschrift: "Zutritt nur für Nicht-Geimpfte". Die Inhaber begründeten dies damit, dass man sich unter Geimpften "unwohl fühle".
Trachtenladen sorgt für Wirbel: "Zutritt nur für Nicht-Geimpfte"Quelle: www.globallookpress.com © Ralph Peters

Im bayerischen Hof sorgte ein Trachtenladenbesitzer für Aufsehen und einige Kontroversen in den sozialen Medien. Grund dafür ist ein Aushang im Schaufenster des Ladens, auf dem steht: "Bitte haben Sie Verständnis – Zutritt nur für Nicht-Geimpfte". Das Geschäft, den "Trachtenlod'n Wolperdingar", der seit 2015 von den Eheleuten Schuler betrieben wird, will das Paar so nach eigener Aussage "schützen". Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal inFranken.de begründete Ladeninhaber Schuler den Aushang:

"Wir fühlen uns gegenüber Geimpften unwohl."

Schuler erklärte weiter, dass das Ehepaar zu seiner Meinung stehe, "egal, was andere davon halten". In den sozialen Medien hatten Bilder des Aushangs für einige Kontroversen gesorgt und neben heftigem Gegenwind auch teilweise Zuspruch erhalten. Schuler zufolge sehe man dadurch, dass die beiden "mit ihrer Meinung nicht alleine" dastehen.

Ein Nutzer wies auf Twitter beispielsweise darauf hin, dass dem Laden dadurch eine große Altersgruppe der Über-60-Jährigen als Kunden wegfalle. Ein anderer Nutzer war der Meinung, dies sei ein persönliches Problem der Inhaber:

"Wenn der Trachtenladen in Bayern Geimpfte nicht reinlässt, ist das sein Problem. Es gibt genug Trachtenläden. Und sehr bald auch genug Geimpfte. Anscheinend denken die Besitzer mittelfristig an Geschäftsaufgabe. Oder sie bedienen den Rest Impfverweigerer und Schwurbelvolk."

Andere Nutzer stimmten den Inhabern zu, dass sie sich durch diese "Impfheros" genötigt fühlen:

"Ich fühl mich nicht nur provoziert sondern auch genötigt von diesen ganzen Imofheros. .. sind nicht mehr zu ertragen." (Rechtschreibung wie im Original; Anm. d. Red.)

Eine weitere Nutzerin war der Meinung, dass die Corona-Politik die Spaltung der Gesellschaft ganz gut hinbekommen habe:

"Das mit der Spaltung der Gesellschaft hat die Corona-Politik im Irrenhaus Deutschland ja gut hinbekommen. Besser als die Digitalisierung."

Von der Bundesregierung und den Behörden heißt es, dass die Massenimpfungen eine "effektive Maßnahme" seien, um sich vor einer COVID-19-Erkrankung zu schützen und die Corona-Krise einzudämmen. Nach Angaben der Bundesregierung heißt es in Bezug auf die im Rekordtempo entwickelten Corona-Impfstoffe:

"Richtig ist, dass der Prozess bei der Entwicklung des Impfstoffes schneller ging, jedoch genauso sorgfältig."

Auch das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut erklärte, dass die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Wirkstoffes belegt werden müssten, damit dieser eine Zulassung erhalte. Zudem müsse der Nutzen die Risiken "deutlich überwiegen". Die beiden Geschäftsinhaber sehen dies jedoch anders. Der Trachtenhändler behauptet, dass die Impfstoffe "nicht getestet" worden seien:

"Alle anderen Impfstoffe wurden immer getestet, das ist gar kein Problem. Aber diesem Mittel vertrauen wir nicht."

Für bereits Geimpfte oder Genesene entfallen derzeit bereits einige Corona-Auflagen wie etwa bei Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren und Quarantäne-Auflagen. Dies sorgte jedoch für einige gesellschaftliche Diskussionen und gilt als umstritten. Von den "neuen Freiheiten" beziehungsweise der Rückkehr zu den Grundrechten für Geimpfte und Genesene halten die Geschäftsinhaber ebenfalls wenig: "Wir fühlen uns verhöhnt."

Nach eigener Aussage hat das Ehepaar die Corona-Krise bisher ohne Infektion überstanden. Man sei die letzten anderthalb Jahre gesund gewesen und wolle "es auch bleiben". Laut dem Inhaber hatte der Trachtenladen allerdings stark unter den staatlich verordneten Corona-Maßnahmen zu leiden:

"Wir sind ein kleines Saison-Geschäft und letztes Jahr hatten wir Umsatzeinbußen von 90 Prozent."

Da man jetzt wieder öffnen dürfe, wolle man klarmachen, wo man stehe. Besucher des Geschäfts werden gefragt, ob sie geimpft seien, "und nur die Nicht-Geimpften sind willkommen". In Hof selbst lag die Zahl der Personen, die ihre Erstimpfung erhalten hatten, zuletzt bei mehr als 57 Prozent.

Mehr zum Thema -Was tun mit Impfverweigerern? Propaganda und Herdentrieb statt teurer Zwangsmaßnahmen

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