Deutschland

Bundestagswahl 2021: Umfrage sieht FDP mit SPD gleichauf

Laut einer neuen Umfrage liegt die Union wieder vor den Grünen, die FDP hat zur SPD auf Rang drei aufgeschlossen und kommt auf 14 Prozent. In der Kanzlerfrage liegt Grünen-Chefin Baerbock zwar weiter vorn, aber ihr Vorsprung vor den Kandidaten von Union und SPD schrumpft.
Bundestagswahl 2021: Umfrage sieht FDP mit SPD gleichaufQuelle: www.globallookpress.com © Matthias Bein

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP und sein Team können es selbst kaum glauben: 

"Wow! FDP zieht bei Forsa mit der SPD gleich und steht dort bei 14 Prozent. Das gab es noch nie!"

Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer gewinnen CDU/CSU einen Prozentpunkt und könnten aktuell mit 25 Prozent rechnen, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervorgeht.

Die Grünen verlieren hingegen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und liegen bei 24 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt und ist nun gleichauf mit der SPD mit jeweils 14 Prozent. Die AfD büßt einen Prozentpunkt auf 9 Prozent ein. Die Linke würde 6 Prozent erreichen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Am 6. Juni findet die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt statt. Die AfD könnte stärkste Kraft werden. Bei der letzten Landtagswahl erzielte die CDU die meisten Stimmen, gefolgt von AfD und Linkspartei. FDP-Chef Christian Lindner kritisierte eine Aussage des Ost-Beauftragten der CDU, Marco Wanderwitz.

Dieser hatte nach Ansicht Lindners mit seinen Worten, Ostdeutsche hätten "gefestigte nicht-demokratische Ansichten", die Menschen herabgewürdigt. Laut Insa-Umfrage (Stand: 23. Mai 2021) käme die FDP auf 8 Prozent, die SPD auf 10 Prozent, die Grünen auf 11 Prozentpunkte und die Linke auf 13 Prozent. Die AfD läge mit 26 Prozent einen Prozentpunkt vor der CDU.

In der Kanzlerfrage liegt Grünen-Chefin Annalena Baerbock weiter vorn, ihr Vorsprung vor den Konkurrenten Armin Laschet und Olaf Scholz ist aber geschrumpft. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 24 Prozent für Baerbock entscheiden – 8 Prozentpunkte weniger als vor fünf Wochen, kurz nach ihrer Nominierung. CDU-Chef Laschet käme aktuell auf 19 Prozent (plus ein Prozentpunkt), Vizekanzler Scholz von der SPD würde unverändert 14 Prozent erreichen. 43 Prozent der Befragten würden sich für keinen der drei entscheiden.

Mehr zum Thema - FDP für Reform von ARD und ZDF sowie niedrigere Gebühren – Journalistenverband DJV empört

(dpa/rt)