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Tesla: Zum Verlesen des Wunschkatalogs kam sogar der Bundesverkehrsminister vorbei

Tesla-Chef Elon Musk hat mit Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) über eine direkte Autobahnzufahrt auf sein Gelände gesprochen. Dann will er noch einen Schienenzugang und einen Schnellfahrradweg. Der Wunschkatalog des stark subventionierten E-Autobauers ist lang.
Tesla: Zum Verlesen des Wunschkatalogs kam sogar der Bundesverkehrsminister vorbeiQuelle: www.globallookpress.com © Christophe Gateau/dpa

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war überpünktlich bei dem mit mehreren hundert Millionen deutscher Steuergelder subventionierten US-Milliardär in Grünheide (Brandenburg) angereist. Alle drei gewünschten Vorhaben seien bereits in trockenen Tüchern. Die Direktzufahrt der A10 aufs Tesla-Werksgelände befinde sich in der Ausschreibung. Die Gütergleise, die direkt auf das Fabrikgelände führen, seien vom Ministerium genehmigt. Der Schnellfahrradanschluss war dem Minister allerdings neu.

Am Montagabend kurz nach dem Treffen postete der Verkehrsminister noch ein Foto von sich und Musk auf dem Baustellengelände. Dazu schreibt er:

"Was hier in Brandenburg entsteht, ist Zukunft." 

Bisher fehlen für den Bau einer Batteriezellenfabrik noch nötige Bürgerbefragungen und Genehmigungen. Eigentlich wollte Musk schon im Juni die ersten seiner jährlich 500.000 E-Autos hier vom Band rollen lassen. Doch das wird sich jetzt eher bis nächstes Jahr hinziehen.

Musk wünscht sich zunächst eine direkte Zufahrt von der A10 auf sein Gelände. Die bisherige Zufahrt ist ihm zu kompliziert. Sie liegt einen halben Kilometer zu weit weg und sei zu schmal. Für die vielen tausend Lkw und Mitarbeiter sei die bisherige Lösung ein Problem. Der Bund und die zuständige Autobahn GmbH unter Andreas Scheuer werden seinen Wunsch vermutlich erfüllen. Die neue Ausfahrt auf das Werksgelände soll gebaut werden. Sie wird derzeit ausgeschrieben. Bis sie fertig ist, soll vorab eine Provisorische gebaut werden. Tesla zahle diese angeblich selbst.

Wie der Business Insider erfahren haben will, bestehe Musk auch auf einem Güterbahnhof direkt auf dem Fabrikgelände in Grünheide. Die Gleise müssten allerdings erst gelegt werden. Der Bund muss noch über die Kosten entscheiden. Dabei spielt natürlich auch eine Kosten/Nutzen-Abwägung eine Rolle. Angeblich sei die Entscheidung – so der Business Insider – zugunsten Teslas gefallen. Die Gleise werden gebaut, die Kosten für die Schienen innerhalb des Werksgeländes zahlt angeblich Tesla.

Darüber hinaus soll für rund 50 Millionen Euro der Bahnhof Fangschleuse in Grünheide 1,5 Kilometer näher an das Tesla-Werk verlegt werden. Für Planung und Bau veranschlagt das Brandenburger Verkehrsministerium mindestens fünf Jahre. Der Bund soll 75 Prozent der Kosten tragen. Laut Brandenburger Verkehrsministerium sei nur am ausgewählten neuen Standort "eine systembruchfreie ÖPNV-Anbindung unter Nutzung des aufwachsenden Verkehrsangebotes auf der Strecke Berlin-Frankfurt (Oder) für den deutlich größeren Verkehrsanteil mit Bezug zum Tesla-Werk möglich". Die Planung zum Bahnhof Fangschleuse durch die DB AG habe begonnen. 

Daneben ist eine Schnellfahrradtrasse zwischen Bahnhof Fangschleuse und dem Fabrikgelände für die Mitarbeiter geplant. Das Fahrrad passe symbolisch als emissionsfreies Fortbewegungsmittel gut in das Bild, das Tesla als Marke von sich abgeben wolle. Musk habe sich bei Verkehrsminister Scheuer für mehr Tempo bei diesem Thema starkgemacht.

Mehr zum Thema - Elon Musk bekommt es neben der deutschen Bürokratie mit einem US-Fondsmanager zu tun

  

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