Deutschland

Berliner Gesundheitsverwaltung: Zukunft der Impfzentren noch offen

Berlin besitzt derzeit sechs Impfzentren. Noch ist nichts über deren Zukunft entschieden. Eigentlich sollten sie nur bis Mai betrieben und dann durch Arztpraxen ersetzt werden. Der Regierende Bürgermeister Berlins glaubt jedoch, dass sie auch weiterhin gebraucht werden.
Berliner Gesundheitsverwaltung: Zukunft der Impfzentren noch offenQuelle: www.globallookpress.com © Christophe Gateau

Die Impfzentren Berlins befinden sich in der Arena-Halle in Treptow, im Erika-Heß-Eisstadion im Wedding, dem Messegelände in Charlottenburg, im ehemaligen Flughafen Tegel, im Velodrom in Pankow und im Hangar 4 des ehemaligen Tempelhofer Flughafens. 

Ein Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit sagte:

"Wie viele noch bis Ende September betrieben werden, ist nicht klar."  

Gelder für den Weiterbetrieb sind bereits eingeplant. Für das dritte Quartal stehen 214 Millionen Euro bereit. Die größten Kostenpunkte sind Personal-, gefolgt von Mietkosten.

Mittlerweile wird auch in Hausarztpraxen geimpft. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller von der SPD sieht es als unrealistisch an, dass Arztpraxen schon bald die Impfzentren ersetzen. Wenn mehr geimpft werden kann, würden auch die Impfzentren weiterhin gebraucht werden. 

Spätestens ab der Woche des 7. Juni sollen in Deutschland auch über die Firma durch Betriebsärzte geimpft werden. Das Bundesgesundheitsministerium stellt dafür 500.000 Impfdosen pro Woche bereit. Gesundheitsminister Jens Spahn versprach, dass es schon bald mehr Impfstoff statt Terminanfragen geben werde. Für Arztpraxen und Betriebsärzte werden im Juni wöchentlich jeweils mehr als drei Millionen Dosen des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer erwartet.

Nach 3,4 Millionen Dosen in der Woche ab 31. Mai sollen für drei Wochen jeweils mehr als 3,6 Millionen folgen und in der Woche vom 28. Juni dann mehr als 3,7 Millionen. Im Mai sollen die Praxen laut einer Lieferprognose (Stand 30. April) jeweils 1,6 Millionen Dosen pro Woche von BioNTech bekommen und in den ersten beiden Maiwochen zusätzlich jeweils mehr als eine Million Dosen des Präparats von AstraZeneca. Die Impfzentren sollen im Mai und Juni vorerst weiterhin mehr als zwei Millionen Dosen pro Woche erhalten.

Welche Corona-Beschränkungen für Geimpfte wegfallen können, darüber wollen Bund und Länder in der kommenden Woche entscheiden. 

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(rt/dpa)