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Karl Lauterbach warnt vor Familientreffen und Reisen zu Ostern und fordert "strikte Notbremse"

Die Aufhebung des Flugstopps nach Mallorca kommt für den SPD-Politiker Karl Lauterbach viel zu früh. Er warnt die Urlauber eindringlich vor Reisen an Ostern und fordert für die Feiertage ähnliche Konzepte wie zu Weihnachten. Mit dieser Meinung steht er keineswegs allein da.
Karl Lauterbach warnt vor Familientreffen und Reisen zu Ostern und fordert "strikte Notbremse"Quelle: www.globallookpress.com

In Hamburg ist am Sonntagvormittag das erste Flugzeug nach Mallorca gestartet, nachdem das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt hatte, dass die Einstufung von Mallorca, den übrigen Balearen und weiterer Gebiete Spaniens als Risikogebiete zurückgenommen wurde.

Auch die späteren Flüge am Sonntag in die Urlaubsgebiete Spaniens waren allesamt ausgebucht. Für die erste zu erwartende Hauptreisewelle an Ostern rüstet sich die Fluggesellschaft Eurowings bereits jetzt. Das "bisher knappe" Mallorca-Angebot sei dafür ausgeweitet worden – mit 300 zusätzlichen Flügen, wie die Agentur AFP berichtet. Sprunghaft angestiegen seien die Buchungen dabei "quer über das ganze Land", erklärte Eurowings. 

Diese Nachrichten haben den SPD-Politiker Karl Lauterbach offenbar dazu veranlasst, sich an potenzielle Urlauber zu wenden. Er hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, an Ostern möglichst auf Reisen zu verzichten. "Reisen sollten an Ostern möglichst nicht unternommen werden, erst recht keine Flugreisen", sagte Lauterbach der Düsseldorfer Rheinischen Post.

Im gleichen Gespräch äußerte sich der Gesundheitsexperte noch einmal grundsätzlich gegen jegliche Lockerungen der Corona-Verordnungen und rief dazu auf, die bereits beschlossenen Lockerungen auszusetzen. Nach seiner Einschätzung ist eine dritte Welle im Infektionsgeschehen nicht mehr verhinderbar. Die "schlechten Prognosen des RKI" seien "realistisch". Helfen könne hier, so Lauterbach weiter, "nur das absolut strikte Umsetzen der Notbremse".

Für die bevorstehenden Feiertage hat er Bund und Ländern konkrete Regelungen vorgeschlagen. "Wir werden Konzepte wie an Weihnachten brauchen, damit Familientreffen an Ostern nicht zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen", so Lauterbach.

Mit dieser Meinung steht der Politiker nicht allein da. Auch CSU-Generalsekretär Markus Blume warnte am Sonntagabend in der Sendung Bild live vor Urlaubsreisen nach Mallorca. "Ich finde Inzidenzhopping gefährlich. Wir erleben überall in Europa immer neue Ausbrüche. Wir müssen mit diesem Ping-Pong-Spiel aufhören", sagte Blume. Die Linie der Bundesregierung bleibe, "auf alle nicht notwendigen Bewegungen zu verzichten".

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