Deutschland

Branchenverband fordert Öffnung der Hotels und Gaststätten zu Ostern

Die COVID-19-Pandemie hat das Gastgewerbe in eine der schwersten Krisen seit Jahrzehnten gestürzt. Wie es in diesem Jahr weitergeht, ist weitgehend offen. Nun fordert der Branchenverband DEHOGA, Hotels und Gaststätten in Deutschland zu Ostern zu öffnen.
Branchenverband fordert Öffnung der Hotels und Gaststätten zu OsternQuelle: www.globallookpress.com © Christian Ohde via www.imago-images.de

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Ingrid Hartges sagte der Rheinischen Post, dass "61 Prozent unserer Betriebe für eine Öffnung noch vor Ostern" plädierten. Weiter sagte sie: 

"23,8 Prozent der Betriebe sprechen sich mit Blick auf die immer weniger werdende Vorlaufzeit für eine Öffnung direkt nach Ostern am 6. April aus."

Von der nächsten Bund-Länder-Runde erwarte der Branchenverband demnach einen konkreten Fahrplan, wann unter welchen Voraussetzungen die Restaurants und Hotels wieder Gäste empfangen dürfen. Hartges ergänzte: 

"Der Endlos-Lockdown ist keine Lösung – nicht für die Unternehmer, nicht für die Beschäftigten."

Wie aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes hervorgeht, stoßen die aktuellen Corona-Beschlüsse nach der letzten Bund-Länder-Konferenz auf massive Kritik. DEHOGA-Präsident Guido Zöllick sagte: 

"Bei den Unternehmern und Mitarbeitern in der Branche machen sich zunehmend Verzweiflung, Perspektivlosigkeit und Zukunftsängste breit."

Ende März befinden sich die Betriebe seit Beginn der Pandemie sieben Monate im Lockdown, so Zöllick weiter. Demnach sei die in Aussicht gestellte Öffnung der Außengastronomie keine echte Perspektive. 83,2 Prozent der befragten Betriebe verwiesen demnach darauf, dass die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes bei einer alleinigen Öffnung der Außengastronomie nicht gegeben sei. Hinzu komme, dass viele Betriebe keinen Außenbereich hätten, heißt es weiter in einer Mitteilung des Verbandes. 

Auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung äußerte sich zu möglichen Öffnungsschritten für Gastronomie und Tourismusbranche nach der nächsten Bund-Länder-Konferenz. So sagte Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) am Freitag im ARD-Morgenmagazin mit Blick auf die aktuellen Beschlüsse: 

"Ich bin jetzt ein Stück weit optimistisch, weil wir in den nächsten Tagen Schritt für Schritt öffnen."

Er habe die große Hoffnung, dass nach der nächsten Schaltkonferenz am 22. März auch die Gastronomie und Hotels geöffnet werden könnten. Nach wie vor sei Sicherheit jedoch das oberste Gebot. "Wir müssen einfach noch mal vorsichtig sein, um dann nach dem 22. in den Urlaub gehen zu können vielleicht, das ist wichtig, auch für Ostern oder Pfingsten."

Die Gastronomie und die Tourismusbranche seien vorbereitet und die neue Teststrategie der Bundesregierung eine gute Grundlage für Öffnungen in diesen Bereichen. Konkretere Maßnahmen, wie der Tourismus wieder in Schwung kommen kann, nannte Bareiß jedoch nicht.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sieht Chancen dafür, dass die Hotels in seinem Bundesland über Ostern geöffnet haben. So sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post

"Wenn sich die Situation nicht dramatisch verändert, gehe ich davon aus, dass wir Hotels in Schleswig-Holstein über Ostern öffnen."

Er ergänzte: "Warum sollen die Menschen an Ostern nicht in Hotels und Ferienwohnungen sein können – unter der Voraussetzung eines aktuellen Negativ-Tests und einer Nachverfolgung über Apps?" Im Gegensatz zu Oktober gebe es jetzt genug verfügbare Schnelltests. Günther betonte, "Lösungen in diesem Bereich zu finden ist auch ein Gebot des Respekts der Branche und den Menschen gegenüber, die dort arbeiten".

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(rt/dpa)

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