Deutschland

Von der Leyen räumt Fehler bei Impfstoffbeschaffung ein und verspricht das "Durchimpfen" in der EU

Bei der Beschaffung von Impfstoffen gibt die Europäischen Kommission Fehler zu. Bis zum Ende des Sommers sollen nun 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der EU geimpft werden.
Von der Leyen räumt Fehler bei Impfstoffbeschaffung ein und verspricht das "Durchimpfen" in der EUQuelle: www.globallookpress.com © European Union

Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen hat am Mittwoch in einer Rede vor dem Europäischen Parlament in Brüssel eingeräumt, dass bei der Einführung von Impfstoffen gegen das Coronavirus in der EU Fehler gemacht worden sind.

"Tatsache ist, dass wir heute nicht da sind, wo wir im Kampf gegen das Virus sein wollen. Wir waren spät dran mit der Zulassung. Wir waren zu optimistisch, was die Massenproduktion angeht. Und vielleicht haben wir auch geglaubt, dass die bestellten Dosen tatsächlich rechtzeitig ankommen würden", erklärte von der Leyen.

Sie berichtete, dass seit Dezember insgesamt 26 Millionen Dosen von Impfstoff gegen das Coronavirus in Europa ausgeliefert wurden und über 17 Millionen Menschen geimpft wurden.

"Wir werden so hart wie möglich arbeiten, um unser großes Ziel zu erreichen, nämlich 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Europa bis zum Ende des Sommers zu impfen", fügte von der Leyen hinzu.

Sie kommentierte auch "falsche Schritte" bezüglich der ursprünglichen – bald wieder rückgängig gemachten – Berufung der EU auf Artikel 16 des Nordirland-Protokolls zum Brexit-Abkommen im vergangenen Monat, um den Export von Coronavirus-Impfstoffen nach Großbritannien kontrollieren zu wollen.

"Die Quintessenz ist, dass in dem Prozess, der zu dieser Entscheidung führte, Fehler gemacht wurden. Und das bedauere ich zutiefst", betonte von der Leyen. Und sie fügte hinzu: "Am Ende haben wir es richtiggemacht. Und ich kann Ihnen versichern, dass meine Kommission alles daransetzen wird, den Frieden in Nordirland zu schützen, so wie sie es während des gesamten Brexit-Prozesses getan hat."     

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