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"Vom Staat im Stich gelassen": Laschet bittet Opfer der Kölner Silvesternacht um Verzeihung

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat die Opfer der Kölner Silvesternacht vor fünf Jahren um Verzeihung gebeten. Der Staat habe Frauen, die mitten in der Domstadt sexuell belästigt und beraubt wurden, im Stich gelassen.
"Vom Staat im Stich gelassen": Laschet bittet Opfer der Kölner Silvesternacht um VerzeihungQuelle: AFP © MARIUS BECKER / POOL

Fünf Jahre nach den Ereignissen der Silvesternacht in Köln hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet die Opfer um Verzeihung gebeten. Die Frauen seien vom Staat im Stich gelassen worden, sagte der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für den Kölner Stadt-Anzeiger. Es sei "unsere Pflicht", die Opfer um Verzeihung zu bitten, dass der Staat sie in jener Nacht nicht beschützt hat – egal wer damals politisch die Verantwortung trug, schreibt Laschet weiter.

In der Silvesternacht 2015/2016 hatte sich vor dem Kölner Dom eine Menschenmenge gebildet. Aus ihr heraus waren zahlreiche Frauen sexuell belästigt und beraubt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln stammte ein Großteil der Beschuldigten aus Algerien und Marokko. Die Vorkommnisse in Köln machten weltweit Schlagzeilen und zogen scharfe Kritik seitens der AfD an der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung nach sich. 

Laschet hatte in der Vergangenheit bereits von eklatanten Versäumnissen gesprochen und wiederholte diese Kritik jetzt in seinem Beitrag.

"661 Frauen haben vor fünf Jahren in Köln einen Albtraum durchlebt, viele von ihnen leiden bis heute unter den Folgen. 661 Frauen wurden in dieser Nacht vom Staat im Stich gelassen."

Dass es nach mehr als 1.200 Anzeigen nur 36 Verurteilungen gegeben habe und dabei nur drei Männer wegen Sexualstraftaten verurteilt wurden, sei eine "bittere Bilanz", beklagt Laschet, der damals noch nicht im Amt war. Bis 2017 regierte das Bundesland NRW eine Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen – mit Hannelore Kraft (SPD) als Ministerpräsidentin.

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(dpa/RT)