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AStA der Uni Köln finanziert Antifa-Arbeitskreis – Mehrheit der Studenten ahnungslos

Die Studenten der Universität Köln finanzieren mit ihren Semesterbeiträgen eine Antifa-Gruppierung. Die meisten Studenten wissen davon nichts. Die Hochschulgruppe Campusgrün stellte sich hinter den Antifa AK. Die Finanzierung der Gruppe sei demokratisch beschlossen worden.
AStA der Uni Köln finanziert Antifa-Arbeitskreis – Mehrheit der Studenten ahnungslosQuelle: www.globallookpress.com © Oliver Berg/dpa

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Köln hat in seinem Haushalt 2020/21 genau 8.500 Euro für die Gruppe Antifa AK (Arbeitskreis) Köln vorgesehen. Das berichtet der Kölner Express. Die selbe Summe war demnach auch im vergangenen Haushalt für die Gruppe vorgesehen, ausgezahlt wurden aber "nur" 8.339,49 Euro.

Der AStA erhält knapp drei Viertel des von den etwa 50.000 Studenten zu zahlenden Semsterbeitrags in Höhe von 280,95 Euro. Damit finanziert er etwa die Semester-Tickets und auch die Arbeit der eigenen Referate. Jährlich stehen ihm gut 10 Millionen Euro zur Verfügung.

Aus diesen Mitteln finanziere er auch den offenbar linksextremen Antifa AK. Gegenüber dem Express rechtfertigte der Vorsitzende des AStA, Eugen Esman, die Vergabe der Mittel:

Vom Namen sollte man sich da nicht allzu sehr leiten lassen. Die Arbeit steht im Vordergrund … Aber das Thema ist heikel, das gebe ich zu.

Auch wenn der Antifa AK über den Haushalt des AStA finanziert werde, sei er kein Teil desselben und arbeite unabhängig. Gegründet worden sei die Gruppe vor etwa 15 Jahren von Studenten. Laut Esman, weil der Amtsträger der Universität damals "Nähe zu Nationalisten pflegten". Diese Tendenzen hätten bekämpft werden sollen. Nach Informationen des Springer-Blatts Welt wird der Antifa AK Köln als linksextremistische Vereinigung vom Verfassungsschutz  beobachtet.

Nach Erscheinen des Express-Artikels am vergangenen Freitag solidarisierte sich am Donnerstag die grüne Hochschulgruppe Campusgrün mit dem Antifa AK. Auf ihrer Facebook-Seite kritisierte sie den Artikel als peinlich. Er enthalte viele Falschbehauptungen und liefere "rechten Gruppen" Anlass, gegen die Gruppe "zu wettern".

Der Arbeitskreis sei Teil der "Studierendenschaft", seine Finanzierung werde im Rahmen der studentischen Selbstverwaltung transparent beschlossen. Die Stellungnahme von Campusgrün schloss mit der Aussage:

Damit ist jeder Angriff auf den Antifa AK auch ein Angriff auf die gesamte verfasste Studierendenschaft der Universität zu Köln. Selbstverständlich stehen auch wir zu 161 Prozent hinter dem Antifa AK. Alerta Alerta Antifascista!

Laut dem Express ist nur einer kleinen Minderheit der Studenten bewusst, dass sie mit ihrem Semesterbeitrag eine linksextreme Gruppe unterstützen – angeblich habe eine Spontanumfrage ergeben, dass dies nur 15 Prozent der Befragten wussten. Angesichts der traditionellen Dominanz linker Verbindungen in den Studentenparlamenten ist allerdings davon auszugehen, dass es an deutschen Hochschulen noch mehr Fälle geben wird, wo Studenten wissentlich oder unwissentlich mutmaßlich extremistische Gruppen finanzieren.

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