Gesellschaft

Barcelona gegen Geschlechterdiskriminierung: Frauen dürfen in Schwimmbädern busenfrei schwimmen

Der Stadtrat von Barcelona hat der Beschwerde einer lokalen Initiative stattgegeben und gestattet Besucherinnen städtischer Schwimmbäder, busenfrei zu schwimmen. Die Gruppe hatte den Zwang zum Oberteil als "diskriminierend" kritisiert.
Barcelona gegen Geschlechterdiskriminierung: Frauen dürfen in Schwimmbädern busenfrei schwimmenQuelle: www.globallookpress.com

Die katalanische Aktionsgruppe Mugrons Lliures behauptete am Beispiel einer Frau, solche Forderungen würden "gegen das Gesetz" verstoßen, wonach sich Kleidungsstandards in Badeeinrichtungen nicht geschlechtsbezogen unterscheiden dürfen, teilt die Daily Mail mit.

Die betroffene Besucherin sei demnach aufgefordert worden, ihre nackte Brust beim Aufenthalt in einem Schwimmbad zu verdecken und beide Teile ihres Bikinis zu tragen. Mugrons Lliures reichte Klage bei der Antidiskriminierungsstelle (OND) Barcelonas ein.

Die Behörden der katalanischen Hauptstadt gingen der Forderung nach und stimmten zu, dass die Richtlinien des betroffenen Badeortes für Frauen diskriminierend seien. Daraufhin ließ der Stadtrat allen Sportzentren Barcelonas eine Mahnung der OND zukommen. Darin hieß es, dass keine Schwimmbadbesucherin daran gehindert werden dürfe, busenfrei zu schwimmen, falls dies ihr Wunsch sein sollte. Anderenfalls hätten die Einrichtungen mit Geldstrafen zu rechnen.

Zudem betonte die stellvertretende Bürgermeisterin von Barcelona Janet Sanz, den Frauen sei dieses Recht auch zuvor zu keiner Zeit entzogen worden, und nannte den Mahnbrief eine notwendige Erinnerung daran, dass dieses auch zu achten sei.

Mehr zum ThemaFür Familienbesuche angepasst: Indonesischer Erlebnispark deckt barbusige Meerjungfrau-Statuen zu

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion