Gesellschaft

Papst warnt vor größerer Gefahr als Corona: Geschwätz

Oft verfallen Gläubige im Umgang mit anderen dem Reflex, die Fehler und Ausrutscher anderer weiterzuerzählen. Diese "Pest" sei "schlimmer als Covid", sagte Papst Franziskus am Sonntag. Er forderte die Christen auf, sich des Geschwätzes zu enthalten.
Papst warnt vor größerer Gefahr als Corona: GeschwätzQuelle: Gettyimages.ru © Mondadori Portfolio

"Geschwätz ist eine schlimmere Plage als Covid", sagte das 83-jährige katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag bei seiner Angelus-Ansprache, die er am Fenster des Vatikan-Palastes über dem Petersplatz hielt. "Wenn wir einen Fehler, Mangel, einen Ausrutscher bei jemandem sehen, ist das Erste, was uns einfällt, es anderen zu erzählen", sagte der Papst vor Pilgern. "Der Tratsch beschädigt jedoch die Gemeinschaft der Kirche, das ist der Teufel, der Lügner, der die Kirche spalten will". Er bat die Menschen, einen festen Vorsatz zu fassen: "Kein Geschwätz!", sagte er mit Nachdruck, den Zeigefinger erhoben. Wenn "etwas schief geht", sollte man denen, die einen Fehler gemacht haben, "Schweigen und Gebet" anbieten, anstatt den Fall öffentlich zu machen, so der Papst.

Mehr zum Thema"Voller Schmerz": Papst Franziskus beklagt Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee

Die römisch-katholische Kirche hat sich seit Langem auf ein Konzept der brüderlichen Zurechtweisung verlassen, ohne interne kirchliche Angelegenheiten öffentlich zu machen. Dennoch haben Kritiker der Kirche wiederholt gewarnt, dass eine solche Politik nur die Begehung von Sünde innerhalb der Kirche, einschließlich Kindesmissbrauch, fördere.

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion