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Zweiter inhaftierter Mitarbeiter der UN-Mission im Kosovo freigelassen

Im Kosovo ist ein zweiter Mitarbeiter der UN-Mission der nicht anerkannten Republik freigelassen worden. Er wurde für eine medizinische Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Zuvor kam bereits der russische UN-Diplomat Michail Krasnoschtschekow auf freien Fuß.
Zweiter inhaftierter Mitarbeiter der UN-Mission im Kosovo freigelassenQuelle: Sputnik

Der serbische Mitarbeiter der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (UNMIK) Dejan Dimović, der zusammen mit einem russischen Diplomaten inhaftiert worden war, wurde freigelassen. Das teilte die Mission gegenüber der serbischen staatlichen Nachrichtenagentur Tanjug am Donnerstag mit.

Dimovic wurde zu einer medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der inhaftierte Mann, der als Assistent bei der UN-Mission im Kosovo und in Metohija arbeitet, soll laut der Radiostation Free Europe ein Serbe aus der Region Kosovo sein.

Nach Angaben des Radiosenders Kontakt Plus wurden sechs aus derselben Region stammende Serben freigelassen, da der Richter keinen Grund für ihre Inhaftierung sah. Der Fernsehsender RTK berichtete, dass die Inhaftierten Gesichtsverletzungen erlitten hätten. Sie wiesen Vorwürfe zurück, sich gegen die Polizei gewehrt und Polizeieinsätze behindert zu haben.

Am Morgen des 28. Mai starteten Sondereinheiten der nicht anerkannten Republik Kosovo eine Razzia in den nördlichen serbischen Gemeinden. Bei einem anschließenden Schusswechsel wurden zwei Serben leicht verletzt.

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić erklärte, dass die sogenannten kosovarischen Polizeispezialeinheiten 28 Personen in Gewahrsam genommen hätten. Unter ihnen war der russische Staatsbürger Michail Krasnoschtschekow, ein Mitarbeiter der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen für die Kosovo-Region. Der russische Diplomat kam jedoch am selben Tag frei und wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Kosovska Mitrovica gebracht.

Laut Berichten der serbischen Zeitung Vecherne Novosti wurden bei der Polizeirazzia mehr als 100 Menschen verletzt.

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