Europa

Ultimatum an Macron: Gelbwesten verschärfen Ton vor morgigem Akt 18

Aktivisten der Gelbwesten-Bewegung haben für den morgigen allwöchentlichen 18. Akt der Proteste ein Ultimatum an Präsident Emmanuel Macron gestellt. Sie verlangen endlich die Umsetzung ihrer Forderungen. Der Ton in Richtung Regierung wird deutlich rauer.
Ultimatum an Macron: Gelbwesten verschärfen Ton vor morgigem Akt 18Quelle: Reuters © Benoit Tessier

Drei bekannte Repräsentanten der Gelbwesten-Bewegung, Eric Drouet, Maxime Nicolle und Priscilla Ludosky schlagen im Vorfeld der morgigen achtzehnten Kundgebung seit Mitte November einen schärferen Ton an. Morgen findet die Kundgebung unter dem Motto "Alle nach Paris für Akt 18" statt. Die drei Aktivisten wirken im Vorfeld fest entschlossen, nicht nachzugeben. Mehr noch: Auf der Facebook-Seite "Akt 18 – Ultimatum – Ganz Frankreich nach Paris" stellen die Gelbwestler dem Präsidenten ein Ultimatum und verlangen die Umsetzung ihrer Forderungen.

"Am Samstag müssen sie damit klarkommen, sie werden die Folgen von 17 Wochen Verarsche zu spüren bekommen", schreiben die Aktivisten. Es fällt dabei auf, das die Tonlage deutlich schärfer wird. "Es ist mir scheißegal. [Ich werde den Leuten nicht mehr sagen]: "Bleib ruhig", warnt Maxime Nicolle in einem seiner Live-Streams. In einem weiteren Post spricht er davon, dass "was passieren wird, wird passieren". Und er fügt hinzu: "Ich werde nicht zur Gewaltlosigkeit aufrufen, ich werde nicht zur Gewalt aufrufen."

Mehr zum Thema - Neues Demonstrationsgesetz in Frankreich: Die Tricksereien des Monsieur Macron

Die bisher eher moderate Priscillia Ludosky wird von der französischen Tageszeitung Journal du Dimanche mit den Worten zitiert, sie sei bereit, "gewaltfreie, aber radikale, präzise, zielgerichtete Lösungen zu nutzen, um die erwartete volle Aufmerksamkeit zu erhalten." Auf YouTube gab Eric Drouet Ratschläge, wie man zu den Pariser Demonstrationen aus der Provinz kommt, und versicherte, dass die Polizei "die Aktionen schon vorausahne" und versuchen werde, Teilnehmer zu blockieren. Darüber hinaus wandte sich Eric Drouet direkt an den Präsidenten: "Macron, Du darfst misstrauisch sein." Drouet sagte einen sehr wichtigen Akt voraus und sprach anschließend von einer "nationalen Blockade".

Für die logistische Organisation der Teilnehmer aus der Provinz wurden mehrere Facebook-Seiten zur Organisation von Unterkünften oder Fahrgemeinschaften eingerichtet. Es wird offenbar auch zu einer Vereinigung verschiedener Demonstrationen kommen. Ein Solidaritätsmarsch gegen Polizeigewalt und eine Klimademonstration sollen sich morgen mit den Gelbwesten-Kundgebungen vereinen.

Mehr zum Thema:

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion