
Möglicher Ausstieg Frankreichs aus FCAS-Projekt: CSU fordert deutschen Alleingang

Die Berliner Zeitung berichtet am Sonntag über einen Beschlussentwurf für die anstehende CSU-Klausur, in dem ein deutscher Alleingang bei der Entwicklung und der künftigen Produktion des "europäischen" Luftkampfsystems FCAS gefordert wird. Selbiges berichtet auch der Deutschlandfunk.
Hintergrund ist ein möglicher Rückzug Frankreichs aus dem Projekt. Deutschland und Frankreich hatten eine Entscheidung über das Kampfsystem aufgrund von Differenzen um die Rolle deutscher und französischer Unternehmen sowie unterschiedliche militärische Anforderungen kürzlich zum wiederholten Mal und auf unbestimmte Zeit vertagt.

Das Scheitern der Einigung, die zum Jahresende erwartet wurde, ist am 1. Januar 2026 bekannt geworden. Die Entscheidung über die Realisierung sollte ursprünglich bis zum deutsch-französischen Ministerrat Ende August in Toulon fallen. Kurz vor dem Treffen beider Kabinette verkündete Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Verschiebung der Entscheidung und setzte mit dem Jahresende eine neue Zielmarke.
Wie der Spiegel am Donnerstag berichtete, stocken die Verhandlungen vor allem "aufgrund tiefgreifender Differenzen" über die jeweilige Beteiligung des französischen Unternehmens Dassault, der deutschen Airbus Deutschland und des spanischen Konzerns Indra. Dassault will 80 Prozent des Projekts an sich ziehen. Deutschland und Spanien streben eine gleichmäßigere Beteiligung aller drei Partner an.
FCAS steht für "Future Combat Air System". Das fliegende Luftkampfsystem soll im Verbund mit Drohnen agieren und geht damit über ein reines Kampfflugzeug hinaus. Es soll im Jahr 2040 den Eurofighter ablösen. An dem 100-Milliarden-Euro-Projekt ist auch Spanien beteiligt.
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