Europa

Höchste Inflation in Österreich seit 1981

Neben mehreren anderen Staaten, die Sanktionen gegen Russland verhängt haben, beobachtet nun auch Österreich einen starken Anstieg der Inflation. Ein ähnliches Ausmaß der Inflation, die das Land zurzeit erlebt, wurden das letzte Mal vor über 40 Jahren wahrgenommen.
Höchste Inflation in Österreich seit 1981© Getty Images / Walter Geiersperger

Die Inflation in Österreich ist auf den höchsten Stand seit über 40 Jahren gestiegen. Das berichteten Medien am Mittwoch unter Berufung auf Daten der Bundesanstalt Statistik Österreich. Laut Geschäftsführer der Agentur Tobias Thomas seien die Verbraucherpreise im April 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – um 7,2 Prozent.

Eine so hohe Preissteigerungsrate habe Österreich zum letzten Mal im Oktober 1981 erlebt. Damals stieg der Ölpreis aufgrund des Ersten Golfkriegs sprunghaft an. Heute seien neben den Treibstoff- und Energiepreisen die Lebensmittelpreise der entscheidende Faktor, so Thomas.

Laut den Berechnungen der Agentur stiegen die Transportkosten um durchschnittlich 17,7 Prozent, nachdem sie bereits im März um 15,9 Prozent gestiegen waren. Der Anstieg ist auf die höheren Kraftstoffpreise zurückzuführen, die im April um 49,1 Prozent anstiegen. Dies wirkte sich auch auf die Flugpreise aus, die im vergangenen Monat um 45 Prozent stiegen. Auch die Energiekosten der privaten Haushalte schnellten in die Höhe und stiegen um fast 29 Prozent, während sich die Lebensmittelpreise um 8,4 Prozent verteuerten.

Die in dieser Woche veröffentlichten Daten zeigen, dass die Kosten für einen durchschnittlichen Wocheneinkauf im April im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent gestiegen sind.

Österreich gehört zu einer wachsenden Zahl westlicher Staaten, die unter steigenden Verbraucherpreisen leiden. Im vergangenen Monat erreichte die Inflation in Großbritannien mit neun Prozent ein 40-Jahres-Hoch, während die Preise auch in den USA, Deutschland und weiteren Ländern in rekordverdächtigem Tempo steigen. Der Preisanstieg folgt auf die Einführung von Wirtschaftssanktionen gegen Russland als Reaktion auf dessen Militäroperation in der Ukraine. Die Maßnahmen sollten die russische Wirtschaft destabilisieren, scheinen aber auf die Länder, die sie verhängt haben, zurückzufallen.

Mehr zum Thema - Ryanair-Chef prophezeit steigende Preise

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team