Europa

Studie von The Economist stuft Frankreich zweites Jahr in Folge als "gescheiterte Demokratie" ein

Vor allem aufgrund der staatlichen Maßnahmen als Reaktion auf die Corona-Krise stellt die britische Zeitung "The Economist" einen weiteren Rückschlag für Demokratie und Freiheit in der Welt fest. Frankreich wird sogar als "gescheiterte Demokratie" eingestuft.
Studie von The Economist stuft Frankreich zweites Jahr in Folge als "gescheiterte Demokratie" einQuelle: AFP © Damien Meyer

Laut einer Studie der britischen Zeitung The Economist, die am 10. Februar veröffentlicht wurde, lebte 2021 weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung in einer Demokratie. Nur 21 von 165 Ländern hatten der Studie zufolge den Status einer "vollständigen Demokratie", und Afghanistan wird nun als das am wenigsten demokratische Land der Welt kategorisiert. Frankreich hingegen stuft die Studie das zweite Jahr in Folge als "gescheiterte Demokratie" ein.

Demnach fiel der Demokratieindex 2021 global von 5,37 im Jahr 2020 auf 5,28. Das sei der stärkste jährliche Rückgang seit dem Jahr 2010. Die Studie vermerkte:

"Die Ergebnisse spiegeln die negativen Auswirkungen der Pandemie auf die Demokratie und Freiheit weltweit im zweiten Jahr in Folge wider, wobei die Staatsmacht erheblich ausgeweitet und die individuellen Freiheiten ausgehöhlt wurden."

Unter den europäischen Ländern wird Spanien in der Studie für das Jahr 2021 von einer "vollständigen Demokratie" zu einer "gescheiterten Demokratie" umdeklariert. Es schließt sich damit Frankreich an, das diesen Status seit 2020 hat. Die USA, Israel und Südafrika sind ebenfalls in dieser Kategorie zu finden. Schweden, Luxemburg und Großbritannien (das allerdings zwei Plätze verliert und sich den gescheiterten Demokratien annähert) sind hingegen in der ersten Kategorie als "vollständige Demokratien" aufgelistet. Ebenso wie Südkorea, Japan, Mauritius oder Costa Rica.

In die Kategorie "hybride Regime" fallen unter anderem Bangladesch, Senegal, die Ukraine, Hongkong und Tunesien. Letzteres hat einen der größten Rückgänge zu verzeichnen. Zu den "autoritären Regimen" zählen der Studie zufolge Algerien, Ägypten, Russland, Ruanda, Vietnam oder China. Ganz am Ende der Rangliste steht Afghanistan, das vor sechs Monaten von den Taliban zurückerobert wurde und nun als das am wenigsten demokratische Land der Welt eingestuft wird.

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