Europa

Gegen Russland: Klitschko zieht persönlich in den Krieg

Der dreifache Boxweltmeister und derzeitige Oberbürgermeister Kiews Witali Klitschko hat angekündigt, mit dem Maschinengewehr in der Hand in den Krieg gegen Russland zu ziehen. Zudem berichtete er in einer Talkshow über seine detaillierten Pläne zur Verteidigung Kiews.
Gegen Russland: Klitschko zieht persönlich in den KriegQuelle: Gettyimages.ru © NurPhoto / Kontributor

Der ehemalige Profiboxer und derzeitige Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew Witali Klitschko hat zum wiederholten Mal angekündigt, dass er im Fall eines Krieges gegen Russland selbst die Waffe in die Hand nehmen und sich freiwillig zur Front melden wird. Dies sagte er am Freitag in der Talkshow des US-amerikanisch-ukrainischen Journalisten Sawik Schuster im TV-Sender Ukraina 24:

"Wenn eine militärische Aggression beginnt, werde ich als ehemaliger Soldat ein Maschinengewehr in die Hand nehmen und in den Krieg ziehen."

Außerdem berichtete er, dass er einen detaillierten Kriegsplan ausgearbeitet habe. Er könne zwar nicht alles offenbaren, aber mehr als 500 strategisch wichtige Objekte in Kiew seien durch seinen Plan sicher geschützt, betonte Klitschko. Für die Verteidigung dieser Objekte habe er Algorithmen ausgearbeitet, alles sei vorbereitet, und auch das nötige Personal für eine erfolgreiche Verteidigung sei rekrutiert.

In Kiew gäbe es etwa 5.000 Luftschutzbunker, die zwei Millionen Menschen fassen könnten, beruhigte der Bürgermeister die Studiogäste. Auf Nachfrage ergänzte er, dass er damit unter anderem Metrostationen, Keller von Wohnhäusern und Tiefgaragen meinte.

Angesprochen darauf, dass einige Luftschutzbunker derzeit als Stripclubs verwendet werden, entschuldigte Klitschko sich bei den Betreibern der Clubs dafür, dass die Räume nun zu Luftschutzzwecken gebraucht werden.

Absichten, mit der Waffe in der Hand gegen Russland in den Krieg zu ziehen, äußert Klitschko nicht zum ersten Mal. Mitte Januar bekundete er dies dem britischen Sender Channel 4:

Klitschko hat schon seit Langem sichtbare Schwierigkeiten, seine Gedanken in seiner Muttersprache Russisch auszudrücken. Noch schwerer fällt ihm dies in der ihm fremden ukrainischen Sprache, die er nach derzeitigen Gesetzen der Ukraine ausschließlich verwenden muss. Er ist dadurch mit vielen peinlichen Szenen zum Objekt von Spott geworden. Besonders berühmt sind diese Klitschko-Perlen:

"Aber heute können nicht alle (zuversichtlich) in den morgigen Tag blicken. Genauer gesagt, es können nicht nur alle (zuversichtlich) in die Zukunft blicken, nur wenige können es tun."

"Ich höre bei diesem Wasser keinen Beigeschmack."

"Ich habe mich mit vielen getöteten Polizisten getroffen, mit vielen getöteten Demonstranten habe ich mich getroffen."

"Ich habe ZWEI Stellvertreter, von denen VIER schon einen Monat im Büro des Premierministers liegen, die man nicht ernennen kann, ich weiß nicht, warum." 

"Wir müssen uns nun auf den Erdboden vorbereiten."

"Wenn ein Mann eine SS-Uniform angezogen hat, dann, dann, ich sage es deutlich, dann hat er sich in die Farbe gemalt, in die er sich gemalt hat."

Video: Sammlung einiger der Versprecher Klitschkos

Doch auch vor bewussten Lügen schreckte der Ex-Boxer nicht zurück. So hatte er inmitten des Maidan-Konfliktes im Jahr 2013 – damals noch selbstverständlich auf Russisch – ebenfalls in einer Talkshow Schusters behauptet, dass in der EU jedem Berufsabsolventen nach dem Berufsabschluss ein Arbeitsplatz staatlich garantiert sei.

Schuster wurde 1952 in Vilnius geboren und siedelte 1971 im Gefolge seiner Familie aus der Sowjetunion nach Kanada über. Er studierte Medizin, hat in diesem Beruf jedoch nie gearbeitet. Anfangs betätigte er sich im Auftrag US-amerikanischer Geheimdienste als Informationskrieger in Afghanistan: Er gestaltete eine falsche Zeitung, die an die von den sowjetischen Soldaten sonst gelesene Zeitung erinnerte, in der er Falschmeldungen brachte, die die Moral der sowjetischen Verbände senken sollten. Von 1988 bis 2001 arbeitete Schuster für Radio Free Europe/Radio Liberty.

Danach begann seine Karriere beim russischen Fernsehen, wo er von 2001 bis 2004 für den Sender NTW arbeitete. Nach der Übernahme von NTW durch den Staatskonzern Gazprom wurde Schusters Sendung abgesetzt, daraufhin ging Schuster nach Kiew. Dort zählte Schuster neben Jewgeni Kisseljow zu den populärsten Fernsehmoderatoren. Während und nach dem Maidan wurde sie zum Hort einseitiger Propaganda für den Maidan und die proeuropäischen Kräfte. Schuster, der bis heute nicht Ukrainisch lernte, genießt als Einziger im ukrainischen Fernsehen die Möglichkeit, seine Shows auf Russisch zu moderieren, obwohl der Sender damit gegen das ukrainische Sprachengesetz verstößt.

Der Sender Ukraina 24 gehört dem Topoligarchen und Strippenzieher der ukrainischen Politik Rinat Achmetow.

Mehr zum Thema - Im Falle der "russischen Invasion": Klitschko plant territoriales Verteidigungssystem für Kiew

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