Europa

Medien: Großbritannien unterstützt Aussetzung von Russlands Mitgliedschaft in SWIFT

Britische Behörden erwägen Berichten zufolge die Suspendierung Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT. Sie verweisen dabei auf einen möglichen militärischen Konflikt, der zwischen Russland und der Ukraine ausbrechen könnte.
Medien: Großbritannien unterstützt Aussetzung von Russlands Mitgliedschaft in SWIFT© Jakub Porzycki/NurPhoto via Getty Images

Der britische Premierminister Boris Johnson "befürchtet, dass einige Staats- und Regierungschefs die sich verschlechternde Lage an der ukrainischen Grenze nicht einschätzen oder die Risiken, die von einem tyrannischen Russland ausgehen, nicht richtig einschätzen können", schrieb The Telegraph unter Berufung auf Quellen, die dem Premierminister nahestehen.

In den vergangenen Monaten haben zahlreiche westliche Medien und mehrere US-Beamte Spekulationen über eine bevorstehende Invasion Russlands in der Ukraine verbreitet. Washington und seine Verbündeten drohen dem Kreml mit einer neuen Runde "lähmender" Sanktionen für den Fall, dass es hierzu kommen sollte. Dabei verwiesen sie auf die Bewegung russischer Truppen innerhalb des riesigen Westterritoriums des Landes als Beweis für diesen Plan. Moskau hat die Anschuldigungen stets zurückgewiesen und erklärt, dass Russland das Recht hat, innerhalb seiner Grenzen Militärmanöver nach eigenem Gutdünken durchzuführen.

Laut dem britischen Premierminister können potenzielle Sanktionen gegen die viel diskutierte Pipeline Nord Stream 2, die die Gaslieferungen an die krisengeschüttelten europäischen Länder erhöhen soll und derzeit in einem langwierigen EU-Zertifizierungsverfahren feststeckt, nicht ausgeschlossen werden.

Berichten zufolge wird Johnson mit den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten Gespräche führen, um eine sogenannte Sanktionskoalition zu etablieren, die gezielte Maßnahmen gegen Russland einführen soll.

Anfang dieser Woche berichtete Bloomberg, dass Vertreter des britischen Außenministeriums angewiesen wurden, sehr kurzfristig in den "Krisenmodus" zu wechseln, da "die Sorge, dass Russlands Aggression gegenüber der Ukraine zu einem Konflikt eskalieren könnte", zunehme. Dies bedeute, dass Beamte und Diplomaten ihre Arbeit auf eine Reaktion Großbritanniens auf jede weitere Verschärfung der Spannungen konzentrieren würden, einschließlich Abschreckung und Sanktionen.

Am Samstag stellte das Londoner Außenministerium die groteske Behauptung auf, Moskau plane, in Kiew "einen prorussischen Führer zu installieren, während es überlegt, ob es in die Ukraine einmarschieren und sie besetzen soll". Das russische Außenministerium wies die Behauptung zurück und forderte das Vereinigte Königreich auf, die Verbreitung von Unsinn und Desinformation einzustellen.

Die Idee, Russland vom SWIFT-Bankennetz abzukoppeln, wurde Berichten zufolge als eine der Optionen in Betracht gezogen, um Russland im Falle eines militärischen Angriffs zu bestrafen. Politiker aus den USA und er EU sollen die Option aber abgelehnt haben, berichtete das Handelsblatt Anfang dieser Woche unter Berufung auf Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Die Maßnahme könnte Berichten zufolge kurzfristig zu einer Destabilisierung der Finanzmärkte und mittelfristig zur Entwicklung einer alternativen Zahlungsinfrastruktur führen.

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