Europa

Eskalation: Ukraine verlegt die kürzlich gelieferten britischen Waffensysteme in den Donbass

Immer mehr Anzeichen für ukrainische Kriegsvorbereitungen werden aus dem Osten des Landes gemeldet: Der militärische Sprecher der Volksrepublik Donezk hat massive Verlegungen von Waffensystemen und die Vorbereitung von Sabotageakten durch die ukrainischen Truppen beklagt.
Eskalation: Ukraine verlegt die kürzlich gelieferten britischen Waffensysteme in den DonbassQuelle: Gettyimages.ru

Die ukrainischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Volksrepublik Donezk (DVR) in den letzten Tagen tödliche Waffen in den Donbass verlegt, darunter auch Panzerabwehrsysteme aus dem Vereinigten Königreich.

Nach Angaben von Eduard Bassurin, dem stellvertretenden Chef der DVR-Volksmiliz, wurden allein in den letzten Tagen mit neun C-17-Flugzeugen aus dem Vereinigten Königreich mehr als 460 Tonnen verschiedener tödlicher Waffen, darunter rund 2.000 NLAW-Panzerabwehrgranatwerfer, in die Ukraine geliefert. Mit diesen Granatwerfern werden jetzt die an der Kontaktlinie stationierten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte ausgerüstet. Die DVR-Volksmiliz verfügt über zuverlässige Informationen in dieser Angelegenheit, berichtet TASS.

Nach Ansicht der Vertreter der Volksrepublik bestätigt die Verlegung tödlicher Waffen und mit radikalen Nationalisten komplettierter Bataillone in den Donbass die Befürchtung, dass sich Kiew auf aktive Kampfhandlungen vorbereitet.

"Das Kommando der DVR-Volksmiliz hat die Vorbereitungen von Einheiten der ukrainischen Streitkräfte zur Entfesselung aktiver Kampfhandlungen im Donbass registriert",

heißt es im Text einer durch die Behörden der Volksrepublik Donezk verbreiteten Pressemitteilung.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der DVR wurden sechs Smertsch-Mehrfachraketenwerfer und zwei Uragan-Mehrfachraketenwerfer mit Streumunition am Bahnhof von Krasnoarmeisk (die ukrainischen Behörden nennen diese Siedlung Pokrowskoje) abgeladen. Bassurin wies auch darauf hin, dass in den vergangenen zwei Wochen Einheiten des nationalistischen Rechten Sektors sowie Scharfschützen des 74. Aufklärungsbataillons und der Spezialeinheit Alfa des ukrainischen Sicherheitsdienstes in der ukrainischen Sicherheitsoperationszone im Donbass eingetroffen seien.

Dokumentierte Militärtransporte aus Großbritannien in die Ukraine

Bassurin rief den Westen auf, seine Waffenlieferungen an die Ukraine umgehend einzustellen und die Ukraine zur Erfüllung der Minsker Friedensvereinbarungen anzuhalten. 

Zuvor hatte Bassurin erklärt, dass nach Erkenntnissen des Geheimdienstes die ukrainischen Truppen Sabotageakte an lebenswichtigen Infrastruktureinrichtungen in den Städten Donezk, Gorlowka, Jassinowataja und Dokutschajewsk planen. TASS zitiert ihn mit diesen Worten: 

"Wir haben zuverlässige Informationen erhalten, dass das Kommando der Streitkräfte der Ukraine Sabotageakte auf dem Gebiet der Volksrepubliken Donezk und Lugansk in der Nähe der Kontaktlinie vorbereitet. Der Befehlshaber der AFU-Sondereinsatzkräfte, Generalmajor Grigori Galagan, erteilte dem 8. Sondereinsatzregiment die Anweisung, diese Sabotageakte vorzubereiten und durchzuführen."

Die Kiewer Armee plane außerdem Explosionen in Industrieanlagen mit gefährlichen chemischen Produktionsanlagen, fügte Bassurin hinzu. Die Bewachung derartiger Objekte sei daher verstärkt worden. 

Das russische Außenministerium bestätigte die Information, dass Großbritannien seit einigen Tagen mit seinen Militärtransportflugzeugen Waffen – etwa 460 Tonnen – in die Ukraine liefert. Dies erklärte die Sprecherin des Außenministeriums Maria Sacharowa bei einem Briefing am 20. Januar.

Ebenfalls am 20. Januar erklärte der Ständige Vertreter Russlands bei der OSZE Alexander Lukaschewitsch auf einer Sitzung des Ständigen Rates der OSZE in Wien, dass Russland besorgt über die Verlegung von Waffen und militärischem Personal durch NATO-Länder in die Ukraine ist:

"Wir sind beunruhigt über Berichte, wonach einige NATO-Mitgliedsländer die Entsendung tödlicher Waffen und militärischen Personals in die Ukraine intensiviert haben. Allein in dieser Woche sind mehrere britische Militärflugzeuge mit Lenkwaffensystemen in Kiew gelandet."

Verlegung ukrainischer Luftabwehrsysteme an die weißrussische Grenze

Der russische Diplomat wies darauf hin, dass immer häufiger Transport- und Aufklärungsflugzeuge des US-Militärs am Himmel über der Ukraine aufgetaucht seien und dass die Vereinigten Staaten die Hindernisse für die Weitergabe ihrer Raketensysteme und anderer Waffen aus den baltischen Ländern in die Ukraine aufgehoben hätten.

"Wir sind auch beunruhigt über Berichte, wonach ein kanadisches Spezialeinsatzkommando in die Ukraine geflogen wurde und Vorbereitungen für die Entsendung weiterer Waffen getroffen werden. Was werden sie dort tun? Wann werden sie an der Einsatzlinie erscheinen?", sagte Lukaschewitsch.

Unterdessen bezeichnete der britische Verteidigungsminister Ben Wallace Anfang der Woche die Hoffnung als falsch, dass London im Falle eines möglichen Konflikts mit Russland seine Streitkräfte in die Ukraine schicken würde. "Ich will ehrlich sein – Russland hat die größten Streitkräfte in Europa, und die Ukraine ist kein Mitglied der NATO", sagte der Minister. Er fügte jedoch hinzu, dass das Vereinigte Königreich zusammen mit seinen Verbündeten immer alles tun werde, um die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten.

Mehr zum Thema - "Gefahr" aus Wolgograd: Laut aktuellem Szenario bedroht Russland die Ukraine aus 400 km Entfernung

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team