Europa

Gleichberechtigung in Schweden: Gewalt gegen Männer als Gewalt von Männern gegen Frauen eingestuft

In den schwedischen Gleichstellungsrichtlinien fällt die Gewalt von Frauen gegen Männer unter die Kategorie Gewalt von Männern gegen Frauen. Sogar Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, in denen keine Männer vorkommen, fällt in diese Kategorie.
Gleichberechtigung in Schweden: Gewalt gegen Männer als Gewalt von Männern gegen Frauen eingestuftQuelle: www.globallookpress.com © Frank May

"Gewalt von Männern gegen Frauen" umfasst im Sinne der schwedischen Gleichberechtigung nun weit mehr als man anhand der Umschreibung annehmen könnte und soll als Sammelbegriff verstanden werde. Dies wurde seitens der Regierung beschlossen und im Handbuch zum Thema "Gewalt, Gender und Prävention" festgelegt. Hierunter werden auch Fälle von Gewalt zusammengefasst, die von Frauen ausgehen. Sei es in einer heterosexuellen Beziehung oder einer homosexuellen Beziehung, in der kein Mann vorkommt. 

In dem Handbuch heißt es: 

"Indem der Begriff der Gewalt in engen Beziehungen in den übergeordneten Begriff der Gewalt von Männern gegen Frauen aufgenommen wird, wird auch die Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen mit eingeschlossen, oder auch die Gewalt von Frauen gegen Männer in engen Beziehungen."

Die Leiterin der Abteilung für nationale Strategie zur Prävention von Bekämpfung von Gewalt von Männern gegen Frauen, Berit Jernberg, bestätigt, dass Gewalt von Frauen gegen Männer ein reales Phänomen sei: 

"Alle von uns, die sich beruflich mit diesen Themen beschäftigen, sind sich voll und ganz bewusst, dass es Gewalt von Frauen gegen Männer gibt, da gibt es überhaupt keinen Konflikt. Aber für mich und den Rest von uns ist dieses Konzept der Männergewalt gegen Frauen sehr zutreffend, denn das ist das strukturelle Problem."

Laut Jernberg habe die Regierung entschieden, diese Einstufung vorzunehmen. GegenüberKvartal  gesteht sie ein, dass sich diese Art der Formulierung für Laien als nicht nachvollziehbar darstellen könnte. Die Ministerin für Arbeit und Gleichstellung Eva Nordmark wollte diese Einstufung nicht kommentieren.

Im Jahr 2020 verzeichnete die schwedische Statistik 17 Fälle tödlicher Gewalt, bei denen Opfer und Täter in einer Paarbeziehung lebten. Darunter waren vier männliche Opfer. Bei gemeldeten Straftaten gegen eine erwachsene Frau wurde die Straftat in 80 Prozent der Fälle von einer dem Opfer bekannten Person begangen.

Bei Übergriffen auf Männer lag der Anteil der von einem Bekannten begangenen Straftat bei 45 Prozent. In der nationalen Sicherheitserhebung gaben 18 Prozent der Opfer von Übergriffen im Jahr 2016 an, dass der Täter ein naher Verwandter war. In einer nationalen Erhebung über Straftaten in Intimbeziehungen war der Anteil der Frauen, die im Jahr 2012 Opfer einer Straftat in einer engen Beziehung waren, fast genauso hoch wie der Anteil der Männer (7 Prozent der Frauen gegenüber 6,7 Prozent der Männer). Wenn man jedoch die lebenslange Exposition der Straftaten in intimen Beziehungen betrachtet, so sind knapp über 25 Prozent der Frauen und fast 17 Prozent der Männer in der schwedischen Bevölkerung Gewalt ausgesetzt. 

Mehr zum Thema - USA: Frau im Pendlerzug brutal vergewaltigt – Fahrgäste schauen zu und tun nichts

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team