Europa

Mitten in Rom: Beerdigung mit Hakenkreuz-Fahne

Eine Trauerfeier mit einer Hakenkreuz-Fahne sorgt in Italien für Empörung. Der Vorfall ereignete sich in der Pfarrei Santa Lucia im Norden der italienischen Hauptstadt Rom. Eine Menschengruppe nahm Abschied von einer Anhängerin der rechtsradikalen Partei Forza Nuova.
Mitten in Rom: Beerdigung mit Hakenkreuz-FahneQuelle: AP © Open Via AP

Im Norden der italienischen Hauptstadt wurde am Montag eine Frau in einem Sarg mit Hakenkreuz-Fahne beerdigt. Die Polizei leitete der Nachrichtenagentur Ansa zufolge Ermittlungen zu dem Fall ein.

Die Trauerfeier galt Medienberichten zufolge einer Anhängerin der rechtsradikalen Splitterpartei Forza Nuova. Die 44-Jährige war demnach nach einer Operation an Folgekomplikationen gestorben. Einige Gäste sollen auch den sogenannten römischen Gruß, in Deutschland besser bekannt als Hitlergruß, am Sarg gezeigt haben.

Die Diözese in Rom verurteilte den Vorfall als "gravierende, anstößige und inakzeptable ideologische Instrumentalisierung" und distanzierte sich von dem Verhalten. Die Pfarrei habe nichts von dem Vorhaben der Trauergäste gewusst.

Die Partei Forza Nuova gilt als rechtsextrem mit neofaschistischen Tendenzen. Parteimitglieder verwüsteten Anfang Oktober 2021 in Rom einen Sitz des italienischen Gewerkschaftsbundes CGIL während Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. In der Folge wurden einige mutmaßliche Täter festgenommen. Im italienischen Parlament wurde danach der Antrag auf ein Verbot der Partei eingebracht.

Mehr zum ThemaWieso enthielt sich Deutschland bei UN-Resolution gegen NS-Glorifizierung?

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team