Europa

Britisches Energieunternehmen empfiehlt Kunden, Haustiere zu kuscheln, um sich warmzuhalten

Das britische Unternehmen SSE Energy Services hat seinen Kunden per E-Mail eine Liste mit zehn Punkten geschickt, wie man sich warmhalten kann, ohne die Zentralheizung einzuschalten. Angesichts der steigenden Energiepreise haben nicht alle die Tipps toll gefunden.
Britisches Energieunternehmen empfiehlt Kunden, Haustiere zu kuscheln, um sich warmzuhaltenQuelle: Gettyimages.ru © Cavan Images

Das britische Energieunternehmen SSE Energy Services hat seinen Kunden eine Liste mit Tipps zugeschickt, die ihnen Wärme bieten, ohne zu heizen. Unter anderem wurde den Menschen empfohlen, ihre Haustiere zu kuscheln, große Schüsseln Haferbrei zu essen oder Kindern vorzuschlagen, einen Hula-Hoop-Wettbewerb durchzuführen. Das alles müsse man tun, statt die Zentralheizung einzuschalten.

Außerdem wären nach Ansicht der Autoren der Liste warme Flüssigkeiten gut. Sie zeigten sich aber über die Gesundheit der Kunden besorgt und betonten, man müsse alkoholfreie Getränke vorziehen, weil "das wärmende Gefühl von Wein oder Whisky" vorübergehend sei und man "sich schließlich noch kälter fühlen" könnte.

Das Unternehmen, ein Geschäftsbereich von Ovo Energy, einem der größten Lieferanten auf dem britischen Markt, löschte die Liste und entschuldigte sich dafür, nachdem einige Abgeordnete des britischen Parlaments diese Tipps als "beleidigend" und "anstößig" bezeichnet hatten. Die empörten Politiker verwiesen darauf, dass solche Witze zu einer Zeit, in der "Millionen von britischen Familien angesichts steigender Energierechnungen mit einer Lebenshaltungskostenkrise konfrontiert" seien, unangemessen seien. Ovo Energy stimmte in der Entschuldigungsbotschaft den Bedenken der Abgeordneten zu:

"Wir verstehen, wie schwierig die Situation für viele unserer Kunden in diesem Jahr sein wird."

Viele Haushalte in ganz Europa sind von steigenden Preisen wegen der Energiekrise betroffen. NGOs und viele Politiker warnen, dass es dazu kommen könnte, dass Millionen Familien in die Armut getrieben werden würden, weil sie ihre Energierechnungen nicht abdecken könnten.

Mehr zum Thema - Baerbock: Nord Stream 2 erfüllt noch immer nicht EU-Anforderungen

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team