Europa

Litauen drängt NATO zur Verlegung von Truppen "an die Ostfront"

Der litauische Präsident Gitanas Nauseda fordert angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Russland und der NATO, dass der von den USA angeführte Militärblock so schnell wie möglich Truppen nach Osteuropa verlegen und einen Aktionsplan entwickeln soll, um jedwede Aggression aus Moskau zu bekämpfen.
Litauen drängt NATO zur Verlegung von Truppen "an die Ostfront"Quelle: Reuters © Kenzo Tribouillard

Laut Interfax-Ukraine sagte der litauische Präsident Gitanas Nausėda am Dienstag, dass die westlichen Länder einen klaren Aktionsplan entwickeln müssten, um mit dem "Verlust des Gleichgewichts in der Region" und der zunehmenden Zahl russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine umzugehen: 

"Die NATO sollte darauf nicht nur mit einer Konzentration ihrer Truppen an der Ostfront reagieren, sondern auch ihre militärischen Fähigkeiten stärken. Die Stärkung der militärischen Fähigkeiten ist gut, aber wir müssen auch einen Algorithmus haben, was zu tun ist, wenn Szenario A, Szenario B, Szenario C eintritt."

Er fügte hinzu, dass die NATO damit beginnen sollte, über die Sicherheit der Region als Ganzes und nicht nur über die einzelnen Länder zu diskutieren, um im Falle einer Konfrontation mit Russland eine "umfassende Antwort" auf osteuropäischer Ebene entwickeln zu können. 

Der Präsident betonte: 

"Damit wir nicht nur die ukrainische, polnische oder litauische Situation separat diskutieren. Vielmehr sollte es eine Diskussion über die regionale Sicherheit sein."

Nausėdas Forderung der Stationierung von mehr NATO-Personal in Osteuropa folgt auf ein Verhandlungsangebot Moskaus für mehr Sicherheitsgarantien, das es dem von den USA geführten Militärblock in der vergangenen Woche unterbreitet hatte. Russland forderte darin, Das NATO-Hauptquartier in Brüssel solle die Stationierung von Truppen und militärischer Ausrüstung in der Nähe seiner Grenze einstellen. 

Der Entwurf Moskaus mit rechtsverbindlichen Sicherheitsgarantien wurde nach einem Videogipfel zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem US-amerikanischen Amtskollegen Joe Biden vorgelegt, bei dem es um Vorwürfe ging, dass Moskau Truppen an der Grenze zur Ukraine in Stellung bringe.

Nachdem mehrere westliche Medien auf einen bevorstehenden Konflikt hingewiesen hatten, verschärfte die NATO ihre Rhetorik und drohte Russland mit Sanktionen. Der Kreml hat Berichte über eine bevorstehende Offensive hingegen wiederholt dementiert. 

Mehr zum Thema - Moskau verspricht "militärische Antwort" auf jede weitere NATO-Osterweiterung

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team