Europa

Französischer Präsidentschaftskandidat bei erster Wahlkampfveranstaltung angegriffen (VIDEO)

Der französische Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour wurde während seiner ersten Wahlkampfveranstaltung angegriffen. Auf dem Weg zur Bühne hat ein Mann ihn am Hals gepackt. Auf der Veranstaltung kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Zemmours Anhängern und "Antirassisten".
Französischer Präsidentschaftskandidat bei erster Wahlkampfveranstaltung angegriffen (VIDEO)© Twitter/simonlouvet_

Der französische Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour wurde am Sonntag während seiner ersten Wahlkampfveranstaltung im Pariser Vorort Villepinte auf dem Weg zur Bühne angegriffen. Ein Mann stürzte auf ihn zu und packte ihn am Hals. Der Vorfall wurde auf einem Video festgehalten, das nun im Internet kursiert.

Die Sicherheitsleute des rechten Populisten nahmen die Person fest und übergaben sie der Polizei. Der Täter wurde wegen des Verdachts auf "vorsätzliche Gewalt" in Gewahrsam genommen, berichtete der französische Fernsehsender BFM. Außerdem sei der mutmaßliche Angreifer der Polizei bereits wegen seiner Beteiligung an "gewöhnlichen Straftaten" bekannt.

Scheinbar unbeeindruckt von dem Vorfall ging Zemmour auf die Bühne und hielt eine Rede vor etwa 12.000 Menschen, obwohl er sich bei dem Handgemenge am Handgelenk verletzt haben soll.

Auf seiner ersten Kundgebung seit der Bekanntgabe seiner Präsidentschaftskandidatur versprach Zemmour, der vor allem für seine einwanderungsfeindliche Haltung bekannt ist, auch den Austritt Frankreichs aus der NATO. Der Talkshow-Moderator und Journalist, der zum Politiker wurde, versprach, die französische Wirtschaft vor US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen zu schützen, die Arbeitnehmerentschädigung zu erhöhen und die Lehre der "Inklusivität" aus dem Lehrplan zu streichen.

An einem Punkt der Veranstaltung brach die begeisterte Menge in den Gesang der französischen Nationalhymne "La Marseillaise" aus.

An dem Abend kam es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Zemmours Anhängern und selbst ernannten Antirassismus-Aktivisten. Etwa ein Dutzend Mitglieder der Gruppe SOS Racisme tauchten mit einem "Nein zum Rassismus"-Transparent auf der Kundgebung auf und behaupteten, sie seien von Zemmours Anhängern angegriffen worden.

In einem Clip ist zu sehen, wie ein unbekannter Mann zu Beginn der Auseinandersetzung auf eine Frau, offenbar eine Aktivistin von SOS Racisme, einschlug. Eine der Aktivistinnen hatte ein blutiges Gesicht, als sie später von den französischen Medien interviewt wurde.

Mehr zum Thema - Wie der Wahlkampf in Frankreich vom rechtspopulistischen Narrativ angetrieben wird

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