Europa

Medienbericht: Emmanuel Macron nennt Boris Johnson einen "Clown"

Ein neuer Tiefpunkt in den britisch-französischen Beziehungen: Der französische Präsident hat Berichten zufolge den britischen Premierminister Boris Johnson als einen "Clown" bezeichnet. Es sei eine Schande, dass ein so großes Land von einem Schwachkopf regiert werde.
Medienbericht: Emmanuel Macron nennt Boris Johnson einen "Clown"Quelle: Reuters © © Alastair Grant/Pool via REUTERS

Die Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich Großbritannien und der Republik Frankreich haben im Zuge der Auseinandersetzungen um den Brexit, die Fischereirechte und den U-Book-Deal durch AUKUS einen neuen Tiefstand erreicht.

Laut der satirischen Wochenzeitung Le Canard Enchaîné sah sich der französische Präsident Emmanuel Macron zu recht undiplomatischen und kontroversen Äußerungen während eines Besuchs im kroatischen Zagreb veranlasst. Für Zwist sorgt vor allem der Streit um die Fischereigründe zwischen Großbritannien und Frankreich. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gibt es Unstimmigkeiten bezüglich der Vergabe von Fischerei-Lizenzen.

Laut Le Canard Enchaîné habe Macron gesagt, Johnson entschuldige sich zwar in der Öffentlichkeit für sein Verhalten und seine Haltung in Bezug auf Fischereilizenzen für französische Trawler sowie den U-Boot-Deal, durch den ein französischer Hersteller einen 40-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Australien verlor, aber:

"Unter vier Augen sagte er mir, dass es ihm leid tut, so zu handeln, und er räumte ein, dass er in erster Linie der öffentlichen Meinung entgegenkommen müsse."

Nach Ansicht von Macron habe Johnson erkannt, dass der Brexit in Wirklichkeit keine Errungenschaft, sondern ein großes Chaos sei. Für den französischen Präsidenten sind die Treibstoffknappheit und die leeren Regale in Großbritannien ein Beweis dafür.

Macron beschrieb den Umgang mit Johnson als "Zirkus" und merkte an, dass sie erst persönlich miteinander reden und alles sei in Ordnung, dann aber ginge er hin und täte etwas auf "uneleganteste Weise". Die Bemerkung bezieht sich offenbar auf Johnsons Veröffentlichung eines an Macron gerichteten Briefes am 25. November, in dem er einen Plan zur Bewältigung der Migrantenkrise skizziert – einen Tag nach dem Tod von 27 Menschen bei einer gescheiterten Überfahrt über den Ärmelkanal. 

Macron schloss damit, dass er "sehr traurig ist, ein großes Land, mit dem wir viel erreichen könnten, von einem Clown geführt zu sehen. Ein Clown oder ein stolzer Schwachkopf? Oder beides?". Frankreich reagierte auf jenen öffentlichen Brief Johnsons in der vergangenen Woche, indem es eine Einladung an die britische Innenministerin Priti Patel zurückzog, die sich mit ihrem französischen Amtskollegen in Calais treffen wollte, um die Migrantenkrise zu diskutieren. Dieser Schritt Frankreichs wurde als kontraproduktiv kritisiert.

Mehr zum Thema - Tausend Migranten landen in England: Die Briten beschuldigen Macron

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team