Europa

Waffenlager bei COVID-19-Protesten geplündert: Guadeloupe bittet Frankreich um Hilfe

Auf Guadeloupe wurde bei Protesten gegen die COVID-19-Einschränkungen ein Waffendepot geplündert. Der Bürgermeister einer Stadt im französischen Überseegebiet hat Paris daraufhin aufgefordert, die Ordnung auf der Insel wiederherzustellen.
Waffenlager bei COVID-19-Protesten geplündert: Guadeloupe bittet Frankreich um HilfeQuelle: Reuters © Ricardo Arduengo

In einem Gespräch mit dem Radiosender France Info brachte Harry Durimel, der Bürgermeister von Pointe-a-Pitre im französischen Überseegebiet Guadeloupe, am Montag "große Sorgen" Ausdruck. Am Sonntag sei ein Waffendepot geplündert worden. Somit würden Randalierer, die sich unter den Gegnern der COVID-19-Maßnahmen befänden, nun über Waffen verfügen. Zuvor hatten Medien berichtet, dass aus dem Depot in der Küstenstadt Gewehre entwendet worden seien.

"Wir wissen einfach nicht, wie weit das noch gehen wird", erklärte Durimel. Er forderte Frankreich auf, Ruhe und Ordnung auf der Karibikinsel wiederherzustellen. Als der Bürgermeister in den frühen Morgenstunden mit Radiojournalisten sprach, machte er darauf aufmerksam, dass er noch immer den Lärm der Proteste hören könne.

Nachdem Gewerkschaften in der vergangenen Woche Streiks organisiert hatten, um gegen die pandemiebedingten Beschränkungen zu protestieren, darunter die Einführung einer Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen, versank die Insel förmlich im Chaos. Demonstranten fackelten Autos ab und errichteten brennende Barrikaden, während Ärzte, Feuerwehrleute und weitere Berufsgruppen Berichten von Reuters zufolge aus Protest ihre Arbeit niederlegten. Der französische Premierminister Jean Castex traf sich am Montag mit Regierungsmitgliedern Guadeloupes, um Wege aus der Krise zu erörtern.

Schulen und Hochschulen sind ab Montag für Schüler und Studenten geschlossen. Die Proteste dauern noch an, viele Straßen sind von Protestierenden und Randalierern blockiert. Nach Angaben des Präsidenten der örtlichen Handelskammer, Patrick Vial-Collet, wurden seit Beginn der Proteste mehr als 80 Geschäfte geplündert.

Frankreich hat gemäß einer entsprechenden Ankündigung am Freitag rund 200 Polizisten und Gendarmen vom Festland auf die Insel entsandt und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt, um die Unruhen zu beenden.

Nun haben die Gewerkschaften auch auf Martinique zu einem Generalstreik aufgerufen, melden französische Medien. Dies schürt Befürchtungen, dass die Unruhen auch auf weitere französische Inselgebiete übergreifen könnten.

Mehr zum Thema – Österreich: Offiziere des Bundesheeres rufen zu Protest gegen Impfpflicht auf

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team