Europa

Video zur Fußball-EM 2024: UEFA zeigt die Krim als Teil der Ukraine

Der Europäische Fußballverband hat am Dienstag das Logo der Europameisterschaft 2024 in Deutschland vorgestellt. Ein Video bei der Präsentation im Olympiastadion in Berlin zeigte die Krim als ukrainisches Gebiet. Der Regierungschef der Krim spricht von einer lügenhaften Politik.
Video zur Fußball-EM 2024: UEFA zeigt die Krim als Teil der UkraineQuelle: AFP © JOHN MACDOUGALL

Das Logo der nächsten Europameisterschaft wurde am Dienstagabend im Berliner Olympiastadion vorgestellt. Im Kern des Logos ist der Siegerpokal der Europameisterschaft zu sehen. Laut der UEFA soll der Entwurf für die Vielfalt des Fußballs in Europa und in den 55 Mitgliedsländern des Dachverbandes UEFA stehen. Ein Video, das bei der Präsentation abgespielt wurde, zeigte eine Europakarte, auf der jedes Land entsprechend seiner Nationalflagge hervorgehoben war. Die Krim war in Gelb-Blau markiert, den ukrainischen Landesfarben. Sergei Aksjonow, Regierungschef der Krim, schrieb diesbezüglich auf Twitter: "Leider ist der Sport wieder einmal zu einem Instrument der Politik geworden, einer verlogenen und unsauberen Politik".

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine war bereits vor der Europameisterschaft 2020 in den Sportbereich verlegt worden. Im Juni hatte das ukrainische Nationalteam seine EM-Trikots mit den Konturen des Landes inklusive der Halbinsel Krim sowie die Slogans "Ruhm der Ukraine!" und "Ruhm den Helden!" präsentiert. Russland richtete eine offizielle Beschwerde an die UEFA und wies darauf hin, dass bei den Trikots "politische Motive verwendet wurden, die den Grundprinzipien der UEFA widersprechen". Daraufhin forderte die UEFA das ukrainische Team auf, den Satz "Ruhm den Helden" von den Trikots zu entfernen.

Die Fußball-EM soll von 14. Juni bis 14. Juli 2024 mit 24 teilnehmenden Nationen in München, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Dortmund, Gelsenkirchen, Düsseldorf, Leipzig und Stuttgart ausgetragen werden. Die Endrundenauslosung soll im Dezember 2023 in der Elbphilharmonie in Hamburg stattfinden, das internationale Medienzentrum wird seinen Platz in Leipzig haben.

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(rt/dpa)

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