Europa

EU-Steuerobservatorium: Europäische Banken bewahren jährlich 20 Milliarden Euro in Steueroasen auf

Laut dem jüngsten Bericht des EU-Steuerobservatoriums bewahren führende europäische Banken jährlich rund 20 Milliarden Euro in Steueroasen auf, was etwa 14 Prozent ihrer Gesamtgewinne entspricht. Der Anteil der dort beschäftigten Mitarbeiter beträgt inzwischen nur vier Prozent.
EU-Steuerobservatorium: Europäische Banken bewahren jährlich 20 Milliarden Euro in Steueroasen aufQuelle: AFP © Armando Babani

Im jüngsten Bericht des EU-Steuerobservatoriums wurde festgestellt, dass die führenden europäischen Banken einschließlich der Deutschen Bank jährlich etwa 20 Milliarden Euro in sogenannten Steueroasen aufbewahren. Diese Summe entspricht bis zu 14 Prozent der Gesamtgewinne dieser Banken. Die Deutsche Bank gehört laut der Studie zu drei Banken mit der höchsten Präsenz in Steueroasen.

Unter Steueroasen versteht man Staaten und ökonomische Zonen, in denen die Steuerraten sehr gering sind. Die Forschungsgruppe analysierte die Steuern und Gewinne von 36 europäischen Banken, die länderspezifische Daten über ihre Aktivitäten veröffentlichen müssen.

Laut den Autoren des Berichts hätten die Banken bei einer Steuerrate von 25 Prozent, was dem derzeit niedrigsten Steuersatz innerhalb der sieben größten Volkswirtschaften der Welt entspricht, jährlich zehn bis 13 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuern zahlen müssen.

Außerdem wird im Bericht darauf verwiesen, dass nur vier Prozent der Mitarbeiter der analysierten Banken in Steueroasen beschäftigt sind. Dies zeugt davon, dass die Gewinne, die Banken in Steueroasen verbuchen, ungewöhnlich hoch sind. Etwa 238.000 Euro Gewinn verdienen die Banken pro Mitarbeiter in Steueroasen, während sie nur 65.000 Euro pro Mitarbeiter in anderen Staaten bekommen.

Laut der Zeitung The Guardian, die die Ergebnisse der Studie veröffentlicht hat, wird die Situation dadurch erschwert, dass nach der Finanzkrise im Jahr 2008 über 1,5 Billionen Euro Steuergelder zur Rettung maroder Banken in Europa verwendet wurden.

Mehr zum Thema - Beträchtliche Verluste für den Fiskus: Finanzämter verschonen Millionäre

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team