Europa

Keine Sputnik-V-Lieferungen an Slowakei mehr – RDIF beklagt negative Kampagne gegen Impfstoff

Seit heute wird der Corona-Impfstoff Sputnik V in der Slowakei nicht mehr verabreicht. Weitere Lieferungen des russischen Vakzins an das EU-Land sind nicht geplant. Der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) sieht dahinter eine negative Infokampagne.
Keine Sputnik-V-Lieferungen an Slowakei mehr – RDIF beklagt negative Kampagne gegen ImpfstoffQuelle: Reuters © RADOVAN STOKLASA

Der 31. August ist der letzte Tag, an dem die Slowaken ihre zweite Spritze mit dem russischen Präparat Sputnik V gegen das Coronavirus erhalten können. Am Vortag hat die Pressesprecherin des slowakischen Gesundheitsministeriums Zuzana Eliášová dem Fernsehsender TA3 mitgeteilt, es gebe sechs Bürger, die bis Dienstag ihre Zweitimpfung mit dem russischen Vakzin erhalten sollten.

Der für die internationale Vermarktung von Sputnik V zuständige Russische Fonds für Direktinvestitionen (RDIF) teilte seinerseits mit, die Slowakei habe alle Dosen des Anfang 2021 gelieferten Präparats aufgebraucht. Weitere Lieferungen seien laut Vertrag nicht geplant.

Zugleich hieß es seitens des RDIF, dass in der Slowakei eine Informationskampagne gegen den russischen Impfstoff organisiert worden sei. Diese sei Teil eines politischen Kampfes zwischen verschiedenen Gruppen innerhalb der Regierung in Bratislava gewesen. Dabei hob die russische Seite die im Rahmen mehrerer klinischer Studien bestätigte Sicherheit und Wirksamkeit des Medikaments hervor:

"Die Qualität der in die Slowakei gelieferten Charge wurde zusätzlich in einem durch die EU zertifizierten Labor in Ungarn belegt."

Nach Angaben des slowakischen Gesundheitsministerium wurden mehr als 18.500 Bürger mit Sputnik V gegen das Coronavirus immunisiert, seitdem der Einsatz des russischen Vakzins am 7. Juni in dem EU-Land offiziell begonnen hatte. Zuvor hatte der Kauf von 200.000 Dosen des innerhalb der EU nicht genehmigten Impfstoffs eine politische Krise in der Slowakei ausgelöst. Präsidentin Zuzana Čaputová sprach sich öffentlich gegen den Einsatz von Sputnik V aus. Der damalige Ministerpräsident Igor Matovič verteidigte die Entscheidung seiner Regierung, musste aber Ende März zurücktreten. Anfang Juli teilte das slowakische Gesundheitsministerium mit, dass Russland 160.000 der gelieferten Dosen zurückgekauft habe. Somit kamen im Land lediglich rund 40.000 Sputnik-V-Dosen zum Einsatz.  

Derzeit ist Sputnik V in 70 Ländern der Welt mit einer Gesamtbevölkerung von rund vier Milliarden Menschen zugelassen. Nach Angaben der Hersteller beträgt die Wirksamkeit des Vakzins gegen den COVID-19-Erreger 97,6 Prozent.

Mehr zum Thema - Sputnik V ist gegen die Delta-Variante wirksamer als andere Impfstoffe

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