Europa

Italienische Schulgewerkschaft wehrt sich gegen Impfpflicht für Lehrer: "Falsch und autoritär"

Lehrer in Italien werden bald vor die Wahl gestellt: Corona-Impfung oder alle zwei Tage Vorlage eines Corona-Tests. Bei Nichtbefolgung droht die Suspendierung. Die Gewerkschaft der Lehrer will dagegen vorgehen. Rund 200.000 Lehrer haben sich bislang nicht gegen das Virus impfen lassen.
Italienische Schulgewerkschaft wehrt sich gegen Impfpflicht für Lehrer: "Falsch und autoritär"Quelle: www.globallookpress.com © DUILIO PIAGGESI

In Italien erhalten alle Bürger ab zwölf Jahren ein Corona-Impfangebot. Unter den Schülern sind 40 Prozent der Minderjährigen bereits einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Damit der Schulbetrieb in Form des Präsenzunterrichts wieder in normalen Bahnen laufen kann, soll das Lehrpersonal komplett durchgeimpft werden. Nach Ansicht der italienischen Regierung funktioniert dies nur mit strengen Maßnahmen und der Androhung von Sanktionen. 

Im September enden die Sommerferien in Italien. Dann gelten die neuen Regeln für das Lehrpersonal an Schulen. Laut Schulgewerkschaft der linken Dachorganisation CGIL haben sich 86 Prozent der Lehrer bereits impfen lassen. Rund 200.000 Lehrer sind noch ohne Impfung.  

Impfverweigerer und jene, die sich nicht testen lassen wollen, sollen künftig nach fünf Tagen Abwesenheit suspendiert und nicht mehr entlohnt werden. Die Corona-Tests, mit denen Impfverweigerer unter den Lehrern belegen müssen, dass sie nicht mit dem Virus infiziert sind, dürfen nicht älter als 48 Stunden sein. Bislang galt, dass bei der nachgewiesenen Corona-Infektion eines Lehrers die gesamte Klasse in Quarantäne geschickt werden muss. Diese Situation soll durch die neuen Maßnahmen verhindert werden. Die Regierung spricht von einer "Absicherung der Freiheit". Auch Schüler, Studenten und Fahrgäste des ÖPNV auf Langstrecken müssen einen Grünen Pass vorlegen können. 

Die CGIL ist gegen die von der Regierung auferlegten Sanktionen: 

"Es handelt sich um eine unverhältnismäßige Maßnahme. Hier wird mit gestrecktem Bein gegen die Rechte der Beschäftigten vorgegangen. Die Drohung mit Suspendierung ist in keiner Weise nachvollziehbar, auch weil die Zahl der Ungeimpften sehr niedrig ist." 

Derzeit prüft die Gewerkschaft, rechtliche Schritte gegen die Regierungsmaßnahmen zu unternehmen. Die neuen Richtlinien bezeichnet sie als "falsch, autoritär und nicht effizient". Der richtige Weg ist nach Ansicht der Gewerkschaft, mehr Abstand in den Klassenräumen einzuhalten. 

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